Bertelsmann: weniger Umsatz, mehr Gewinn

Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski dürfte mit gemischten Gefühlen auf die aktuellen Zahlen für das dritte Quartal schauen. Die gute Nachricht: Das Sparprogramm des Medienkonzerns zeigt Wirkung. Der operative Gewinn (EBIT) ist im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent von 249 auf 284 Millionen Euro gestiegen - Schmalhans sei Dank. Die schlechte Nachricht: der Umsatz sinkt weiter, und zwar von 3,78 auf 3,61 Milliarden Euro. Und der Konzern bleibt aufs Jahr gesehen erstmal in den roten Zahlen.

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Im dritten Quartal erwirtschaftete der Medienkonzern unterm Strich immerhin einen Gewinn von 87 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren das noch sehr schmale 15 Millionen Euro. Die Umsatzrendite ist von 6,6 auf 7,9 Prozent geklettert. Das vergleichsweise gute Ergebnis aus dem dritten Quartal mildert auch die schlechten Werte der Neun-Monats-Bilanz etwas ab.

Trotzdem sinkt auf neun Monate gerechnet der operative Gewinn von 934 auf 759 Millionen Euro. Unterm Strich steht nach neun Monaten nach wie vor ein Verlust von 246 Millionen Euro nach einem Gewinn von 387 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Ob der Konzern bis zum Jahresende noch aus den roten Zahlen herauskommt, erscheint somit sehr fraglich.

In der aktuell wirtschaftlich sehr schwierigen Phase gelingt es Bertelsmann auch nicht, seinen immensen Schuldenstand zu reduzieren. Die Nettofinanzschulden stiegen in den vergangenen neun Monaten sogar von 3,4 auf 3,6 Milliarden Euro.

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