„SportBild“: Digitaler Doppelpass mit Bild.de

Im Vergleich der Sportportale liegt SportBild.de nur im Mittelfeld. Auf den Champions-League-Plätzen stehen dagegen Kicker.de, Sport1.de und Transfermarkt.de. Wer das FC Bayern-ähnliche "Mir san mir"-Selbstverständnis von Springers roter Gruppe kennt, weiß: Damit gibt sich niemand zufrieden. Also zog man die Konsequenzen und stellt das Web-Portal neu auf. "SportBild-Chef" Alexander Steudel erklärt, mit welchem Personal und mit welcher Taktik er die Aufholjagd in der IVW-Tabelle starten will.

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Was sind die wichtigsten Änderungen der neuen Webseite?
sportbild.de wurde komplett überarbeitet und präsentiert sich jetzt in einem frischeren Look. Die Aufmacher-Block kündigt jeweils drei aktuelle Top-Themen aus dem Sport an. Nur ein Klick in die Bundesliga-Box und der User ist direkt bei seinem Lieblingsverein. Neben der Fußball-Startseite gibt es auch eine übergeordnete Bundesliga-Bühne mit allen News, allen Spielberichten, allen Gerüchten, allen Torjägern und sämtlichen Statistiken. Dank der neuen horizontalen Navigation ist sportbild.de jetzt leichter zu bedienen und viel übersichtlicher.

Was wird sich redaktionell verändern?

Bislang produzierten Sportal und andere Dienstleister große Teile von sportbild.de. Darüber hinaus wurden Inhalte aus der Zeitschrift übernommen, wofür freie Mitarbeiter von „SportBild“ zuständig waren. Es gab also keine echte Online-Redaktion. Dies ändert sich jetzt: das Angebot wird von einem eigenen Redaktionsteam aus Berlin betreut – dem natürlich auch bisherige „SportBild“-Mitarbeiter angehören.

Wie viele Leute arbeiten dann täglich an der neuen SportBild.de?
Die sportbild.de-Mannschaft umfasst jetzt vier Redakteure.
Warum zieht SportBild.de jetzt nach Berlin zu Bild Digital?
Wir bündeln auf diesem Weg die Kräfte in der digitalen Sportberichterstattung der Bild-Gruppe. Gerade bei der Produktion und Technik gibt es im Online-Bereich sehr viele Überschneidungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit. So kann sportbild.de zukünftig auf ein noch breiteres Spektrum an Services zurückgreifen und auch Bewegtbild anbieten. Natürlich arbeitet das Team sehr eng mit der Redaktion von „Sport Bild“ in Hamburg zusammen und greift auf deren Inhalte zurück.
Warum bekommt SportBild.de jetzt ein Herausgeber-Beirat?
Der Beirat, dem neben mir, auch der BILD-Sportchef Matthias Brügelmann und der „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann angehören, ist für die journalistische Positionierung zuständig. Wir klären gemeinsam grundsätzliche Fragen.

Wie soll jetzt die typische Online-Berichterstattung aussehen?

sportbild.de setzt auf die gleichen journalistischen Schwerpunkte wie die Printausgabe. Aktuelle Hintergründe, Analysen und jede Menge Service sind auch online die Stärken. Mit unserem Angebot ergänzen wir hervorragend die Sportberichterstattung der BILD-Gruppe.

Wie viel SportBild steckt denn in der neuen Seite, wenn alle Inhalte in Berlin produziert werden, während die Redaktion in Hamburg sitzt?
In Berlin sitzt eine integrierte Sportredaktion, die jetzt Bild.de und auch sportbild.de produziert. Die Teams der beiden Medien pflegen dabei natürlich weiterhin konsequent die Ansprüche der Marken. Heißt: Bild.de und sportbild.de behalten jeweils ihren Charakter.  
Bislang ist SportBild.de beim Traffic weit hinter den Rivalen von Kicker & Co.. Bis wann wollen Sie den Kicker eingeholt haben?
Wir sehen das sportlich und stellen uns den Herausforderungen. Bild.de ist heute schon das mit Abstand größte redaktionelle Sportangebot im Netz. Gemeinsam mit einem solchen Mannschaftskameraden sind wir stark aufgestellt.

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