RTL verweist den Seewolf in die Kajüte

Ein Sender ist nicht zu stoppen: 7,15 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren sahen am Sonntagabend bei RTL die Free-TV-Premiere von "Stirb langsam 4.0", in der Bruce Willis Cyber-Terroristen das Handwerk legt. Im jungen Publikum waren 4,98 Mio. Zuschauer dabei – das reichte für 32,3 % Marktanteil. Weniger Glück hatte das ZDF mit seiner Neuverfilmung des Jack-London-Romans "Der Seewolf", der mit Sebastian Koch als ruppigem Kartoffelquetscher bloß mittelmäßige 10,6 % im Gesamtpublikum holte.

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Der Sonntag bei den 14- bis 49-Jährigen:
Beim jungen Publikum fiel der „Seewolf“ völlig durch: Nur 0,95 Mio. Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren sahen die Romanverfilmung auf dem Rosamunde-Pilcher-Sendeplatz. Stärkster RTL-Konkurrent war ab 20.15 Uhr der Berliner „Tatort“ im Ersten, für den sich 2,47 Mio. junge Zuschauer entschieden (15,4 % MA), was für Platz 3 im Ranking der meistgesehenen Sendungen vom Sonntag reicht. Dicht darauf folgt Sat.1 mit seinen US-Krimiserien, von denen „Navy CIS“ nicht ganz an das gute Ergebnis aus der Vorwoche anknüpfen kann, aber mit 13,9 % und 2,24 Mio. Werberelevanten immer noch gut dasteht (Platz 4). „Criminal Intent“ schaffte im Anschluss noch 12,4 %. Auch Pro Sieben braucht nicht unzufrieden sein, mit dem James-Cameron-Untergangsepos „Titanic“ zog der Sender über fast vier Stunden durchschnittlich 1,68 Mio. 14- bis 49-Jährige in seinen Bann – selbst wenn das nur für Platz 15 reicht. Bei 13,6 % Marktanteil lässt sich das aber verschmerzen. Außerdem funktionierte davor der kleine „Simpsons“-Marathon zu Halloween hervorragend. Die meisten Zuschauer waren bei der Folge ab 18.40 Uhr dabei (1,88 Mio., 17,7 % MA).

Abgesehen vom abendlichen Actionerfolg gibt es für RTL noch weitere Gründe zu jubeln. Vera Int-Veen brachte ab 19.05 Uhr die diesjährige Staffel von „Schwiegertochter gesucht“ zu Ende, die nicht nur mit noch dümmeren Off-Texten als „Bauer sucht Frau“ glänzen konnte, sondern zum Schluss auch noch mal mit 22 Prozent Marktanteil. 2,68 Mio. Zuschauer im Alter von 14 bis 49 Jahren waren dabei. Das bedeutet: Platz 2. (Kai Pflaume wird aufatmen, dass es nun vorbei ist – vielleicht reicht’s in der nächsten Woche für „Nur die Liebe zählt“ bei Sat.1 dann wieder für ein paar Prozentpunkte mehr als diesmal: 9,7 % MA.)

Ab 14 Uhr wollten bei RTL außerdem 2,22 Mio. junge Zuschauer den Großen Preis von Abu Dhaib sehen (30,8 % Marktanteil), damit rast das Formel-1-Rennen ohne Mühe auf Platz 6 in den Top 20 vom Sonntag. Bei der Siegerehrung waren um viertel vor vier noch 1,45 Mio. Werberelevante dabei (20,4 % MA).

In der zweiten Reihe gibt es derweil nicht so viel zu lachen: Nach mittelmäßigen 7,2 % für die von RTL II abgeworbenen Ex-„Kochprofis“ in der Vorwoche waren für die „Küchenchefs“ bei Vox diesmal sogar nur 6,5 % drin (0,8. Mio. junge Zuschauer), die ziemlich öde Ausgabe des „Perfekten Promi-Dinners“ mit Ferfried Prinz von Hohenzollern blieb bei 6,8 % hängen. Und bei RTL II bringt nach der Enttäuschung mit der „Neuen Hitparade“ aus der Vorwoche auch außerirdische Hilfe nichts. 0,85 Mio. Werberelevante wollten mit „E.T.“ nachhause telefonieren, der Marktanteil blieb lieber am Boden bei 5,5 %. Nur bei Kabel 1 lief’s noch mieser. Die Kontrolletti-Nummer „Mein Revier“ schmiert hochverdient mit 3,5 % Marktanteil im jungen Publikum ab.

Der Sonntag im Gesamtpublikum:
Bei den Zuschauer ab 3 Jahren haben ganz klar die Kommissare Ritter und Stark aus dem „Tatort“ die Nase vorn – und schieben sich mit 8,22 Mio. Zuschauern unmittelbar an die Spitze, noch vor ihrem amerikanischen Cop-Kollegen John McLane a.k.a. Bruce Willis. „Anne Will hielt im Anschluss 4,27 Mio. Zuschauer bei sich. Gute Werte gab’s natürlich auch für die Formel 1 bei RTL, die insgesamt 5,86 Mio. sehen wollten, das Finale von „Schwiegertochter gesucht“ holte am Vorabend noch einmal 5,27 Mio. Als Alternative zum „Tatort“ fährt Sat.1 mit seinen Serien auch im Gesamtpublikum gut: „Navy CIS“ schalteten 3,34 Mio. ein, „Criminal Intent“ danach 3,01 Mio. Und im ZDF übertrumpfte „Terra X“ mit dem Thema „Die Jahrhundertkathedrale – Der Mainzer Dom“ und 3,95 Mio. Zuschauern knapp den ersten „Seewolf“-Teil.

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