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Flash bleibt beim iPhone außen vor

Adobe präsentierte auf seiner Entwicklerkonferenz MAX diese Woche in Los Angeles eine neue Flash Player Version. Mit 10.1. wird die Multimediasoftware auf PCs, Netbooks und Smartphones laufen – egal welches Betriebssystem sie verwenden. Eine Public Beta-Version für die Betriebssysteme Windows Mobile und Palms Web OS wird noch in diesem Jahr erwartet. Anfang 2010 kommen dann Varianten für Googles Android, […]

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Adobe präsentierte auf seiner Entwicklerkonferenz MAX diese Woche in Los Angeles eine neue Flash Player Version. Mit 10.1. wird die Multimediasoftware auf PCs, Netbooks und Smartphones laufen – egal welches Betriebssystem sie verwenden. Eine Public Beta-Version für die Betriebssysteme Windows Mobile und Palms Web OS wird noch in diesem Jahr erwartet. Anfang 2010 kommen dann Varianten für Googles Android, Nokias Symbian und RIMs Blackberry. Nur Apple fehlt. Trotz wiederholter Beteuerungen von Adobe, man sei kurz davor eine Version für das iPhone zu haben, werden die Nutzer wohl noch eine Weile mit dem Fragezeichen auf einem blauen Legostein leben müssen, sobald Flash auf einer Webseite auftaucht.
Einziger Hoffnungsschimmer für Entwickler ist die Version CS 5 vom Programm Flash Professional. Die Software wird ein „Übersetzungsprogramm“ für iPhones beinhalten. App-Entwickler können ganz normal Programme mit Flash schreiben, ein Compiler übersetzt die bewegten Bilder dann in ein iPhone-kompatibles Format. Das ist natürlich Zukunftsmusik und gilt nur für kommende Apps. Außerdem bleibt das Problem für iPhone-Anwender beim Surfen mit Safari. Der Browser stellt keine Flash-Inhalte dar.
Damit Flash seinen Status als Quasi-Standard bei animierten Webinhalten behält, führt Adobe den Industrieverein Open Screen Project mit rund 50 Mitgliedern an. Das Ziel: Mutlimediale Inhalte sollen ohne Rücksicht auf Betriebssysteme auf allen Geräten funktionieren. Mitglieder sind neben den deutschen Unternehmen Burda, Stern.de und RTL unter anderem: Antena 3, Atlantic Records, ARM, BBC, Cell, Chungwha Telecom, Cisco, Comcast, Conde Nast, Daum, Disney Interactive, Fox Mobile, Google, HTC, Intel, LG Electronics, Lionsgate, Marvell, Motorola, MTV Networks, NBC Universal, Nokia, NTT DoCoMo, NVIDIA, OpenTV, Palm, Paramount, QNX Software Systems, Qualcomm, RIM, Samsung, Sony Ericsson, Texas Instruments, The New York Times, Toshiba, Verizon Wireless, Ziilabs.
Warum Apple in dem Verein fehlt, ist unklar. Branchenkenner berichten immer wieder über Animositäten zwischen Apple-Boss Steve Jobs und der Adobe-Führung. Ein Gerücht besagt, dass Jobs dem Unternehmen übel nimmt, dass die Mac-Versionen der Adobe-Programme immer erst mit großer zeitlicher Verzögerung verfügbar waren.
Die Entwicklung bleibt spannend. Apple hat mit 85.000 Apps die größte Plattform für mobile Anwendungen. Adobes Flash ist bei der Darstellung von Inhalten im Web weit verbreitet. Beide Unternehmen haben in ihren Märkten eine starke Position. Jetzt ist es an den Nutzern. Werden Sie mit dem Geldbeutel abstimmen und Apple demnächst die Quittung für den Starsinn präsentieren?

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