Apple meldet bestes Quartal aller Zeiten

Die Wachstumsmaschine aus Cupertino läuft nicht nur auf Hochtouren, sondern beschleunigt sogar die Fahrt! Wie erwartet hat Apple nach Handelsschluss an der Wall Street erneut ein Rekordquartal vorgelegt. Dass es jedoch sogar noch vor der Weihnachtssaison die besten drei Monate der Unternehmensgeschichte werden sollten, verblüffte Anleger und Analysten. Nie zuvor verkaufte Apple mehr iPhones und Macintosh-Computer. Die Aktie notiert nachbörslich auf neuen Allzeithochs.

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Die Messlatte lag hoch – und Apple übersprang sie aus dem Stand. So lässt sich die Bilanz des vierten und letzten Quartals im Geschäftsjahr 2008/09 lesen, das in Cupertino traditionell bereits im September endet. Enorme 1,67 Milliarden Dollar oder 1,82 Dollar je Aktie verdiente Apple in den 91 Tagen zwischen Anfang Juli und September.

Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum fuhr Apple noch 1,14 Milliarden oder 1,26 Dollar je Aktie ein. Analysten hatten die fast komisch konservativen Gewinn-Schätzungen Apples, die bei 1,30 Dollar je Aktie gelegen hatten, zuvor auf 1,42 Dollar je Anteilsschein hochgestuft. Doch dann legt Apple einen tatsächlichen Unternehmensgewinn vor, der noch mal mehr als ein Viertel höher ausfällt!

47 Prozent Plus ohne große Produktneuerungen: Gewinnexplosion im Jahr der Krise

Noch bemerkenswerter aber ist: Im Jahr der Finanzkrise, in dem fast alle Unternehmen rund um den Erdball über sinkende Gewinne klagen, kann Apple seine Erträge mal eben um 47 Prozent steigern – und das auch noch ohne bahnbrechende Produktneuerungen! Die Macs und MacBooks wurden im Jahresverlauf geringfügig überholt, das iPhone 3G S ist eher eine Evolution als eine Revolution, und der iPod wurde günstiger und mit Videofunktion aufgefrischt.

All das reichte jedoch, um im vergangenen Quartal noch mal eine halbe Milliarde Dollar mehr zu verdienen als im Krisenquartal 2008, das seinerzeit ebenfalls eine deutlich Steigerung auswies.

Das enorme Wachstum schlägt sich auch in der Umsatzdynamik nieder: Nach 7,9 Milliarden im vierten Quartal 2008 erlöste Apple zwischen Juli und September nun mehr 9,9 Milliarden – also noch mal 2 Milliarden Dollar oder 25 Prozent mehr in einer Zeit, die als vermeintlich problematisch für Technologieanbieter im Hochpreissegment angesehen wurde.
Aktie nimmt nachbörslich Kurs auf Allzeithochs

Davon war beim Computerpionier aus dem kalifornischen Cupertino jedoch nichts zu sehen: Unterm Strich setzte Apple im abgelaufenen Quartal 3,05 Millionen Macs und 7,4 Millionen iPhones ab. „Wir sind begeistert, so viele Macintosh-Computer und iPhones verkauft zu haben wie nie zuvor“, freute sich der Anfang des Quartals zurückgekehrte Apple-CEO Steve Jobs.

Anleger teilten Jobs‘ Begeisterung und schickten die Apple-Aktie nach Handelsschlus an der Wall Street um 7 Prozent nach oben, um bei 204 Dollar ein neues Allzeithoch zu markieren. Maßgeblichen Anteil daran hatte auch der Ausblick aufs laufende Quartal, der weniger konservativ ausfiel als befürchtet: Apple will nun 1,70 bis 1,78 Dollar je Aktie bei Umsätzen von 11,3 bis 11,6 Milliarden Dollar verdienen.

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