Fall Brender: Schirrmacher kritisiert Politiker

Nach dem ehemaligen "Spiegel"-Chef, Stefan Aust, hat sich nun auch der Mitherausgeber der "FAZ", Frank Schirrmacher, gegen die Einflussnahme der Politik auf die Medien gewandt. Konkret kritisierte er laut Magnus.de die Einmischung von Politikern aus dem ZDF-Verwaltungsrat im Fall Brender scharf.

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Wörtlich sagte Schirrmacher anlässlich der Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus in Köln: „Es geht hier um die Gefahr eines Eingriffs in die DNA, in das Erbgut des Senders. … Es geht um die Demarkationslinie zwischen Journalismus und politischer Macht.“

Zuvor hatte sich der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) gegen die Verlängerung von Nikolaus Brenders Vertrag als ZDF-Chefredakteur ausgesprochen. Der Streit um die Personalie wird seit Monaten ausgetragen.

Auch der ehemalige Chefredakteur des „Spiegel“, Stefan Aust, hatte sich auf denselben Fall bezogen, als er auf den Österreichischen Medientagen die zunehmende Druckausübung der Politik auf die Medien angriff: „Wer sich im Machtfeld zwischen Politikern und Medien bewegt, den wundert es nicht, mit welch plumpen Methoden Politiker versuchen, Journalisten für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.“

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