„Zeitungszeugen“ obsiegen gegen Bayern

Die wöchentliche Publikation "Zeitungszeugen", in der auch Faksimiles von Zeitungen aus der NS-Zeit erscheinen, hat einen juristischen Erfolg errungen: Das Münchner Oberlandesgericht wies die Berufung der bayrischen Staatsregierung zurück.

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Der Freistaat wollte in dem Verfahren ein Herausgabeverbot von Nachdrucken des „Völkischen Beobachters“ und des „Angriffs“ erwirken. Bayern macht für beide NS-Blätter Urheberrechte geltend, was das Gericht nun zurückwies. Ulrich Michel, Anwalt des britischen Verlegers Peter McGee, sagte der „SZ“, das sei eine „gute Nachricht“. Der Verlag musste jedoch eine Erklärung abgeben, auch weiterhin keine Faksimile-Veröffentlichungen aus den Jahren 1939 bis 1945 zu planen, die nicht unter die wissenschaftliche Zitatfreiheit fallen.

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