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100 Tage-Bilanz der neuen „Maxi“-Chefin

Auf dieses Heft ist man bei Bauer stolz. Denn die „Maxi“ steht tatsächlich für hochwertigen Magazin-Journalismus. Für besondere Freude sorgt dabei, dass das Heft auch in schwierigen Zeiten wächst. Damit das Frauen-Magazin seinen aktuellen Erfolgsweg fortsetzen kann, hat die neue Chefredakteurin Bettina Billerbeck das Heft nun "optisch und inhaltlich weiterentwickelt". Gegenüber MEEDIA gibt Geschäftsführer Jörg Hausendorf schon einmal die Stoßrichtung vor: „Wir geben jetzt richtig Gas."

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Beide Führungskräfte sind noch nicht lange in Amt und Würden. Billerbeck wechselte von Condé-Nast zu Bauer. In München arbeitet sie bei „MySelf“, zunächst als Textchefin und später als Stellvertretende Chefredakteurin.   
 
Einen Monat nach Billerbecks ersten Arbeitstag bekam auch Hausendorf bei Bauer mehr Verantwortung. Der 45-Jährige übernahm – neben den Women’s Weeklie – zusätzlich auch noch die Kontrolle über die Zeitschriften „mach mal Pause“ sowie „Maxi“.
 
Für die beiden Entscheider ließ sich ihr Job bislang prächtig an, denn der „Maxi“ geht es gut. „Wir befinden uns in einer höchst erfolgreichen Phase. Zum dritten Mal hintereinander konnten wir unsere Reichweite steigern“, sagt Hasendorf stolz. „Im Einzelverkauf legten wir um 29 Prozent zu und im Nielsen-Index kommen wir auf 119. Das gesamte Segment liegt lediglich bei 85.“
 
Getrübt wird die beeindruckende Steigerung im Einzelverlauf durch starke Rückgänge bei den Abonnenten (Minus 30 Prozent) und den Sonderverkäufen. Unterm Strich steht aktuell deshalb im Vergleich zum Vorjahr beim Gesamtverkauf ein Minus von zwei Prozent. In der Kasse des Managers dürfte wegen der geringen Sonderverkäufe trotzdem ein Plus stehen.
 
Um den Erfolgskurs nicht zu gefährden setzt Billerbeck ihre Vorstellungen sachte und mit viel Ruhe um. „Sie hat für eine unaufgeregte sanfte Revolution gesorgt. Trotzdem merkt man jederzeit: Wir wollen weiter Wachsen und größer werden,“ lobt Hasendorf seiner Chefredakteurin.
 
Der Manager hat genauste Vorstellungen, wie die „Maxi“ konsumiert werden soll: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unser Heft für die meisten Leserinnen eine Art Belohnung ist. Sie nehmen Abends die ‚Maxi in die Hand und legen sich mit ihr auf die Couch“. Billerbeck ergänzt gegenüber MEEDIA: „Maxi‘ lesen heißt Genießen, Entspannen und sich Inspirieren lassen.“
 
Genau an diesen Punkt hat die neue Chefin angesetzt und das Magazin noch stärker in die Richtung dieser emotionalen Werte hin optimiert. „Ich habe die ‚Maxi‘ dahin verändert, dass sie noch leserfreundlicher ist. Die Bilder sind größer und der Text liegt näher an den Fotos“. Ziel war es, den Lesefluss zu erhöhnen.
 
Inhaltlich bleiben Mode, Beauty und Zeitgeist die redaktionellen Schwerpunktthemen. Allerdings führte Billerbeck einige neue Rubriken ein: Die Seite „Grüner Glamour“ beschäftigt sich mit dem aktuellen Organic-Trend, dazu präsentiert die Redaktion in der Rubrik „Maximeter“ ihre persönlichen In & Out-Listen. In einer neuen Mode-Kolumne testen die Autorinnen die neuesten Trends im Selbstversuch und die Glosse „Mein Leben mit 30“ soll für einen humorigen Heftausstieg sorgen.

Wenig überraschend sieht Billerbeck ihre Zielgruppe in Leserinnen, die um 30 Jahre alt sind und sich mit „Unabhängig, Gebildet und Individuell“ umschreiben lassen. „Sie rennen nicht jedem Trend hinterher, sie müssen nicht jede It-Bag haben.“

Die Maxi-Leserin soll eine gewisse Nachdenklichkeit auszeichnen. Deshalb sieht Billerbeck gerade in der Krise große Chancen für ein Heft, dass weniger auf schnellen Konsum und mehr auf nachhaltige Trends setzt. „Das entspricht genau meinem Ansatz.“
 
Billerbecks Chef ist mit den ersten hundert Tagen seiner neuen Chefredakteurin hochzufrieden. „Es erfordert ein besonderes Qualitätsbewusstsein, für solch eine anspruchsvolle Zielgruppe ein Heft zu machen.“

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