Olympia-Rechte: IOC lässt Sender warten

Die Vergabe der TV-Rechte für die Olympischen Spiele 2016 (der Ort wird Freitag bestimmt) verzögert sich: Der "Tagesspiegel" hat aus Kreisen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) erfahren, dass man mit den Geboten unzufrieden ist. ARD und ZDF wollen angeblich 90 Millionen Euro zahlen, das IOC hatte etwa das Doppelte erwartet.

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Ein IOC-Kongress in Kopenhagen wird morgen darüber abstimmen, ob die Sommerspiele 2016 in Tokio, Rio de Janeiro, Chicago oder Madrid stattfinden. Eine Entscheidung über die Vergabe der TV-Rechte wurde ebenfalls rasch erwartet, soll aber aufgeschoben werden. Die Gebote waren bis Ende Juli eingereicht worden, ARD und ZDF sollen 90 Millionen Euro geboten haben, der Bezahlsender Sky 100 Millionen Euro. 
Das IOC hatte zuvor die jahrzehntelange Kooperation mit dem öffentlich-rechtlichen Senderverbund Europäische Rundfunk-Union (EBU) beendet, um höhere Erlöse zu erzielen. Als Grund für den Aufschub nennen IOC-Kreise nun Überlegungen zum Thema Internet-Fernsehen, das eigentliche Problem dürften aber die Angebote sein. Die Erwartungen für den deutschen Markt sollen bei 200 Millionen Euro gelegen haben.

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