ZAS: Print-Werbemarkt bleibt im Keller

Ob sich der Negativtrend in diesem Jahr auch nochmal abschwächt? Im September jedenfalls nicht. Erneut stecken die Zahlen der Zentralen Anzeigenstatistik (ZAS) des VDZ voller Hiobsbotschaften. 16,9% weniger Werbung druckten die über 400 ausgewerteten Publikumszeitschriften in den ersten neun Monaten des Jahres, nach dem August lag das Minus noch bei fast identischen 16,8%. Besonders bitter sieht es weiterhin für Wirtschafts- und Computermagazine aus.

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So führt die „Wirtschaftswoche“ das Verlierer-Ranking des bisherigen Jahres wie schon nach dem August an. Mit 759,94 weniger gedruckten Anzeigen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich das Minus im Vergleich zum August sogar noch erhöht – auf nun 37,7%. Ebenfalls aus dem Wirtschafts-Segment in der Absteiger-Top-Ten dabei: „Euro am Sonntag“ mit einem Verlust von satten 46,2%. Deutlich überdurchschnittlich vertreten sind unter den Verlierern auch die Computerzeitschriften: „c’t“, „Chip“ und „PC-Welt“ finden sich auf den Rängen 5, 6 und 9. Vor allem „Chip“ und „PC-Welt“ gingen dabei mehr als 30% der Vorjahres-Anzeigen abhanden.

Kaum Veränderungen gibt es bei den wöchentlichen Magazinen: „Spiegel“ und „Focus“ haben sich ganz leicht verbessert, bleiben aber zusammen mit dem „stern“ auf den Rängen 2 bis 4. Die Flop Ten verlassen hat hingegen die „Gala“, deren Minus im Laufe des Septembers von 17,7% auf 15,3% schrumpfte.

Im Gewinner-Ranking bleibt in etwa alles beim Alten. Während bei den Verlierern ein Minus von über 300 Seiten nötig war, um in die Flop Ten zu kommen, reichen bei den Gewinnern schon 51 Seiten aus, um einen Platz im Ranking zu ergattern. An der Spitze befinden sich weiterhin „TV Klar“, die „rtv Ausgabe Ost“, „Bella“ und „Das Neue“:

Abschließend noch der Blick auf die 20 laut Nielsen Media Research werbeumsatzstärksten Publikumszeitschriften und ihre Entwicklungen bei den Anzeigenumfängen. Wie schon nach dem August findet sich hier nur ein einziger Gewinner: Die „Hörzu“ verbesserte sich im Vergleich zu 2008 um 2,9%. Einige der anderen Titel konnten ihr Minus immerhin ganz leicht abbauen, darunter u.a. „Der Spiegel“, „Focus“, „Brigitte“, „Bild der Frau“, „ADAC Motorwelt“ und die „Bunte“. Noch einen Tick positiver ist die Entwicklung bei der „Bild am Sonntag“ und der „Gala“, die sich von 5,8% auf 2,9% bzw. von 17,7% auf 15,3% verbesserten. Sogar noch verschlechtert haben sich im Vergleich zum August hingegen „TV Movie“, „Auto Bild“, „Wirtschaftswoche“ und „InStyle“:

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