News-Top-50: N24.de & heute.de stürzen ab

Der Urlaubsmonat August war für die Nachrichten-Websites kein allzu positiver Monat. Fast alle begrüßten weniger Publikum auf ihren Seiten als noch im Juli. Wie die aktuellen Zahlen aus Googles Research-Tool Ad Planner zeigen, lief es für zwei Konkurrenten beasonders schlecht: N24.de und heute.de verloren 26,0% bzw. 24,2% der Juli-Besucher. Vergleichsweise glimpflich davon gekommen sind u.a. einige Angebote aus NRW, an der Spitze baut Bild.de den Vorsprung auf Spiegel Online aus.

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6,70 Mio. Unique Visitors verzeichnete Bild.de im August laut der Google-Hochrechnungen, ein geringes Minus von 1,5%. Spiegel Online verlor deutlicher und rutschte mit dem Minus von 9,8% auf 5,50 Mio. Unique Visitors. Der Vorsprung auf die weiteren Konkurrenten Focus Online, Welt Online, sueddeutsche.de und stern.de ist aber weiterhin deutlich.

N24.de verlor 26,0% der Juli-Besucher und verfügte damit nur noch über 0,74 Mio. Unique Visitors. Das Angebot fiel damit von Platz 13 auf 16. Ähnlich drastisch sieht es für heute.de vom ZDF aus: Mit dem Verlust von 24,2% muss das Angebot sein schlechtestes Ergebnis seit fast einem Jahr hinnehmen und fiel auf Platz 22. Mehr als 10% verloren innerhalb der Top 25 zudem stern.de (-16,7%), tagesschau.de (-11,1%), FAZ.net (-16,7%), FTD.de (-10,1%) und taz.de (-19,2%).

Wie schon bei den Zahlen der IVW ist auch hier auffällig, dass die Websites aus Nordrhein-Westfalen allesamt wenig bis gar nicht verloren. So blieben RP Online und DerWesten bei ihren Vormonatswerten, express.de und der Kölner Stadtanzeiger büßten nur 1,8% bzw. 2,1% ihrer Juli-Besucher ein. Die NRW-Kommunalwahl und das damit verbundene hohe Interesse an lokalen Wahlergebnissen dürfte ein wichtiger Faktor bei dieser Entwicklung sein. Sogar zulegen konnten auf den ersten 25 Plätzen das Hamburger Abendblatt (+19,6%), die Berliner Morgenpost (+1,6%) und das suchmaschinenoptimierte die-topnews.de (+10,3%):

Auf den Plätzen 26 bis 50 unseres exklusiven Ranings dominieren ebenfalls die Verlierer. Nur 5 der 25 Wettbewerber konnten ihre Ergebnisse halten oder vebessern: Die Frankfurter Rundschau, die Berliner B.Z. und der Merkur bestätigten ihre Juli-Zahlen, ad-hoc-news.de wuchs um 9,1% und die Neue Westfälische sogar um 37,5% – auch hier wohl u.a. wegen der NRW-Kommunalwahl.

Besonders drastisch verloren haben vor allem Websites aus den USA. CNN.com ging 37,1% des Publikums aus Deutschland abhanden, timeinc.net verlor 24,1%. Der Tod von Michael Jackson und die Gedenkveranstaltung hatten hier im Juli noch mehr Publikum auf die US-Sites gespült, das nun wieder wegblieb. Ebenfalls deutlich verloren haben die Daily Mail aus England (-25,0%), der Standard und Die Presse aus Österreich (-17,1% bzw. -18,8%), die Badische Zeitung (-17,2%), sowie wiwo.de (-17,1%):

Zur Erinnerung: Die Zahlen aus Googles Ad Planner entstehen aus verschiedenen internen und externen Datenquellen und sind Hochrechnungen. Gemessen werden können Zahlen verschiedener Besucher, also Unique Visitors oder Unique User im Gegensatz zu Visits oder Page Impressions nicht, solche Zahlen müssen immer hochgerechnet werden. Die Erfahrung (siehe z.B. hier) zeigt, dass sich die Zahlen aus dem Ad Planner nicht hinter anderen Zahlen von Nielsen, Comscore oder der AGOF verstecken müssen.

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