„Feinschmecker“ mit verbesserter Rezeptur

Der Hamburger Jahreszeiten Verlag hat sein Gourmet-Magazin "Der Feinschmecker" überarbeitet; just zu dem Zeitpunkt, als die Konkurrenz aus dem Hause G+J ihr neues Kochheft "Beef" in den Markt wirft und "Essen & Trinken" gerelauncht hat. Mit dem neuen Look and Feel bietet "Der Feinschmecker" jetzt drei Kapitel: Reisen, Essen und Trinken. "Wir haben den 'Feinschmecker' aufgefrischt und schneller gemacht", sagt Chefredakteurin Madeleine Jakits. Jeden Monat soll es zudem ein "Top Thema" geben.

Anzeige

In der Oktoberausgabe widmet sich eine Reportage mit Warenkunde der neuen urbanen Vorliebe für hochwertige Steaks. Dieses Thema ist zugleich die Titelgeschichte des Magazins. Auffällig: Das Cover mit Steak und Pommes erinnert sehr an die Aufmachung des „Beef“-Dummys von Gruner + Jahr.

Ein großes Thema beim Relaunch ist offenbar der Service. So ist die Reisereportage am Anfang des Magazins jetzt mit zusätzlichen Empfehlungen und Neuigkeiten bestückt, die, mit Kästen und Einklinkern direkt in das Layout integriert wurden. Damit soll sich der Leser schneller und besser orientieren können. Erste Station ist Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen.

Zudem gibt es zahlreiche neue Rubriken: Im einführenden „Kulinarischen Salon“ sollen regelmäßig „zehn Dinge, die Sie in diesem Monat nicht versäumen dürfen“ präsentiert werden, d. h. aktuelle kulinarische Tipps in Deutschland. Mit dem „City-Scout“ werden Restaurants in den Metropolen des In- und Auslands vorgestellt. Weitere neue Rubriken lauten „Top Five“ („die Besten einer Genussdisziplin“) und „Kulinarische Moden“ („Bemerkenswertes bei der Produktwahl oder der Zubereitungsweise in den Küchen der Profis“). Neben Speisen werden auch Weine getestet. Unter der Rubrik „1 Wein, 3 Meinungen“ testen Experten ein und denselben Wein.

Neben der Überarbeitung des Hauptmagazins setzt der Jalag auch auf Corporate Publishing und neue Beilagen. So erscheint zur Oktoberausgabe zusätzlich das 52-seitige „Der Feinschmecker Küchen Special“ sowie ein Einkaufsführer. Außerdem erscheint erstmals neben dem „Der Feinschmecker Hotel und Restaurant Guide Deutschland“ auch eine Europa-Ausgabe mit den besten kulinarischen. „Im Dezember folgt in der gleichen Reihe – ebenfalls als Buchpremiere – unser Guide mit den besten Weingütern und Winzern in Deutschland“, sagt Peter Rensmann, Geschäftsführung Special Interest Magazine.

Im November kommt in der Markenfamilie außerdem „Dieter Müllers Kochschule“ in den Buchhandel, mit Tipps aus der Profiküche für Hobbyköche.

„Der Feinschmecker“ erreicht nach IVW aktuell eine Gesamtauflage von 87.106 Exemplaren. Am Kiosk geht „Der „Feinschmecker“ mit 22.834 verkauften Heften nicht ganz so gut. Im 12-Monats-trend bedeutet dies ein Minus von 23 Prozent, im Fünf-Jahres-Trend sogar Minus 32 Prozent. Bei den Abos hingegen liegt man stabil bei 33.275 abgesetzten Ausgaben, ein Prozent Minus innerhalb des letzten Jahres, aber ein Zuwachs von fünf Prozent im Fünf-Jahres-Trend.

„Der Feinschmecker“ kann 28 bezahlte Anzeigen in der neuen Ausgabe vorzeigen, plus drei Seiten im Special „Die besten Küchenstudios“. Über die allgemeine Anzeigensituation bei „Der Feinschmecker“ sagt die Anzeigenleiterin Sabine Rethmeier: „Selbstverständlich spüren auch wir die schwierige wirtschaftliche Situation, aber es sieht so aus, dass wir 2009 – sozusagen – mit einem ‚blauen Auge‘ davon kommen. Dies liegt unserer Meinung nach auch darin begründet, dass der Verlag kontiniuerlich in die Qualität der Magazine investiert (ob es sich nun um den ’neuen‘ ‚Der Feinschmecker‘ handelt, die themenbezogenen Specials des Titels oder auch den Ausbau der Markenfamilie) und sich dieses letztendlich auch auszahlt. Selbst in diesen Zeiten.“

Der Copy-Preis bleibt bei sechs Euro, das neue Heft wird ab morgen im Zeitschriftenhandel ausliegen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige