Anzeige

Burda schaltet Nachrichten.de live

Focus Online-Chefredakteur Jochen Wegner beendet die Probezeit und öffnet Nachrichten.de für die Allgemeinheit. Noch läuft der neue News-Aggregator unter beta.nachrichten.de, doch eine Anmeldung samt Passwort ist nicht mehr nötig. Der Münchener Google-Rivale arbeitet aktuell mit 594 Quellen und verfügt über ein Archiv von 4.778.451 Meldungen. Besonderes Aufsehen erregte bereits im Vorfeld die Überlegung, die Nachrichten-Produzenten an den Einnahmen zu beteiligen.

Anzeige

Der Vergleich mit Googles Aggregator hinkt jedoch ein wenig. Denn Nachrichten.de unterscheidet sich alleine optisch gehörig von der News-Plattform der US-Company. Das Burda-Angebot sieht vielmehr wie eine ganz normale News-Website aus. Oben gibt es eine „Top-Nachricht“, darunter folgen jeweils vier Meldungen aus den Ressorts Politik, Wirtschaft, Wissen, Gesundheit, Kultur, Panorama, Sport, Computer und Reise.

Auf der rechten Seite findet sich eines der wichtigsten Kernelemente der Seite: Ein Live-Ticker, der die neuesten von Nachrichten.de aufgespürten Meldungen präsentiert und sie dabei ständig automatisch aktualisiert. Allerdings finden sich dort nicht nur wichtige Meldungen, sondern auch Lokal-News wie „Ermittlungen gegen TSV Deizisau“. Ohnehin fällt auf, dass Nachrichten.de auf ein demokratisches Prinzip unter den verwendeten Quellen setzt.
 
Ändern kann der Nutzer das mit einer persönlichen Einstellung. So lässt sich Nachrichten.de auch nach Aktualität, Top-Quellen oder Relevanz sortieren. Voreingestellt ist allerdings die Standard-Variante.

Ein weiteres Kernelement von Nachrichten.de ist das neue Beteiligungsmodell für Publisher und ihre Quellen. So sollen die Urheber von Meldungen gleich doppelt profitieren: Sie bekommen von Burdas-Aggregator Traffic zugeführt und werden darüber hinaus an den Umsätzen von Nachrichten.de beteiligt.

„Alle Quellen/Publisher profitieren nach Erreichen eines monatlichen Mindestumsatzes pro Quelle von dem Revenueshare-Modell, das sie an den anteiligen Werbeumsätzen ihrer Inhalte direkt beteiligt“, heißt es in einer Präsentation des Angebotes „Der Publisher-Anteil vom Gesamt-Umsatz im Ressort Wirtschaft wird durch die Anzahl der angezeigten Snippets im gemessenen Zeitraum dividiert. Die anteiligen Umsätze können nun direkt den Quellen zugeordnet werden.“

Burda könnte mit Nachrichten.de ein großer Wurf gelungen sein. Denn die Technik funktioniert, die Nachrichten-Relevanz ist hoch und auch die Publisher dürften mit dem Revenueshare-Modell weitgehend zufrieden sein.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige