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Facebook-Gruppe protestiert gegen T-Mobile

Die Preispolitik von T-Mobile für das iPhone stößt zunehmend auf Widerstand. Jetzt hat sich sogar eine Facebook-Gruppe gegründet, die vor allem gegen die Aufpreise für die Nutzung des iPhones als Modem protestiert. "Hallo T-Mobile, liebe Telekom: es reicht!!!", lautet die Überschrift der Gruppe, die von Björn Ognibeni, einem PR-Berater aus Hamburg, gegründet wurde. Der Ansatz der Telekom sei in der Konsequenz seiner Dreistigkeit irgendwie genial, heißt es im Willkommensschreiben der Gruppe.

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Auslöser des sich anbahnenden Web-Aufruhrs ist die Preisgestaltung von T-Mobile für die Internetnutzung des iPhones. Das sogenannte Tethering, also die Nutzung des iPhones als Modem für externe Endgeräte wie Laptops, will sich der Operator extra bezahlen lassen. Möglich soll dies nur für Kunden mit einem aktuellen Complete-Vertrag sein, gegen einen Aufpreis von 20 Euro monatlich. Nutzer mit einem älteren Vertrag müssen erst und die nächste Generation wechseln, ehe sie überhaupt die Möglichkeit bekommen, eine Funktion zu nutzen, die das Gerät eigentlich von Haus aus zur Verfügung stellt.

Gründer Ognibeni ist sichtlich erbost über die Tarifpolitik der Telekom: „Mit diesem Wahnsinn will die Telekom ihre Altkunden zwingen freiwillig neue Verträge zu akzeptieren, in denen Tethering explizit verboten ist, um ihnen das dann nach Buchung der Zusatzoption ‚Modemnutzung‘ juristisch einwandfrei extra berechnen zu können…!?“ Die Facebook-Gruppe zählt einen Tag nach der Gründung bereits 496 Mitglieder, darunter auch bekannte Blogger wie Johnny Haeusler und Markus Beckedahl, die Veranstalter der Web-Konferenz Re:publica.

Andere Blogs beschäftigen sich auch mit dem Thema. So verweist etwa Dirk Kunde auf seinem Blog Iphone-Fan.de auf die Facebook-Initiative. Kunde habe selbst schon eine Petition mit 228 Unterschriften bei der T-Mobile-Geschäftsführung eingereicht. Diese wurde ihm zufolge „etwas lieblos vom Kundenservice beantwortet“. Auch Leonhardt Becker, der das fscklog-Blog verantwortet, äußert seinen Unmut über die Tarifpraxis der Telekom. Er hatte sogar bei der deutschen Apple-Geschäftsstelle angefragt. Diese verwies ihn zurück an T-Mobile: „Dienste und Services beim iPhone werden vom jeweiligen Operator angeboten“, so der Wortlaut von Apple.

Eine Antwort auf die Frage, warum auch carrier- und netlockfreie iPhones (z.B. aus Italien) von der Tethering-Sperre betroffen sind, blieb bislang offenbar unbeantwortet.

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