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ARD rüstet sich für die Zeit nach Pilawa

Bei der ARD sortiert man sich für die Zeit nach Jörg Pilawa. ARD-Programmdirektor Volker Herres hat sich für den Ersatz von Pilawa nun offenbar eine ähnliche Strategie zurechtgelegt, wie das ZDF nach dem Abgang von Johannes B. Kerner: Mehrere Moderatoren sollen die Lücke füllen. Im Gespräch sind Barbara Schöneberger, Ina Müller ("Bye, bye Arschgeweih") und Eckart von Hirschhausen. Und immer noch hofft die ARD auf Günther Jauch.

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Der Moderatoren-Liebling der Deutschen durfte am Sonntag schon mal Probe sitzen bei „Anne Will“ und nach dem TV-Duell zwischen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier mit analysieren. Dabei verrutschte Jauch nicht nur gehörig die randlose Brille, ein paar mal drohten ihm bei der Diskussion auch die Gesichtszüge zu entgleisen. Vielleicht ganz schön geschickt von der ARD, Jauch zu „Anne Will“ einzuladen, da kommt er vielleicht auf den Geschmack, selbst mal so eine Runde zu moderieren und nicht nur als Zaungast dabei zu sein. Dass Jauch selbst glaubt, dass er sowas gut, bzw. besser kann, darf man wohl annehmen. Wahrscheinlich auch zurecht.

Aber auf die Wunsch-Personalie Jauch kann sich die ARD nicht verlassen, zumal der auch nicht jedes Sende-Loch, dass Pilawa hinterlässt, stopfen könnte. Und genauso, wie man beim ZDF die Lücken, die Johannes B. Kerner im Sendeplan hinterlässt, mit mehreren Moderatoren füllen möchte, probiert man es nun auch bei der ARD. Als potenzielle Namen nennt der „Spiegel“ nun Barbara Schöneberger, Ina Müller und Eckhart von Hirschhausen. Die Schöneberger macht bereits in der NDR-Talkshow eine gute Figur, Ina Müller darf bisher nur spät nachts mit „Inas Nacht“ im Ersten ran und moderiert ansonsten beim NDR. Eckhart von Hirschhausen gilt als Bestseller-Autor und Glücks-Doktor ebenfalls als potenzieller Publikums-Liebling. Er muss sich an der Seite von Bettina Tietjen beim NDR-Freitagstalk aber erst noch beweisen.

Welche Sendung wer übernehmen könnte, das kann man sich bei der ARD noch in Ruhe überlegen. Pilawa steht ja noch bis zum Frühjahr 2010 im ARD-Geschirr. Bis dahin kann Herres auch noch weiter bei Jauch antichambrieren. Der hat immerhin jüngst via „Zeit Magazin“-Interview einige Flirt-Signale in Richtung ARD gesendet. Es wäre gewiss eine Ironie, wenn Pilawa zum ZDF wechselt, weil er nicht mehr der Rate-Onkel der ARD sein will und Jauch zur ARD geht, weil er nicht mehr der Rate-Onkel von RTL sein will. Rate-Onkel ist offenbar nicht mehr die begehrteste Profession im TV-Geschäft. Eine Verpflichtung von Jauch hätte für die ARD natürlich auch die dringend benötigte Signal-Wirkung. Nach dem Motto: Seht her, wir können auch noch Top-Personal an uns binden.

Unterdessen wird beim ZDF und auch bei der ARD munter spekuliert, ob Pilawa nicht doch langfristig die Gottschalk-Nachfolge übernehmen möchte und könnte. Thomas Gottschalk hat seinen Vertrag ja nun erst einmal verlängert. Aber sollte „der Thommy“ irgendwann mal krankheitsbedingt verhindert sein, werde man Pilawa schon bitten, einzuspringen. Eine interessante Aussage. Es dürfte aber noch einige Zeit ins Land gehen, bis die großen Sender ihr Unterhaltungs- und Talk-Personal dauerhaft neu sortiert haben.

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