BDZV sieht „Umdenken“ bei Google

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) sieht in den Vorschlägen von Google zum Thema Paid Content ein "Umdenken" bei der Suchmaschine. BDZV-Sprecher Hans-Joachim Fuhrmann sagte, Google sei offenbar klar geworden, dass das Netz nicht ausschließlich aus Gratis-Inhalten bestehe. Gleichzeitig warnte er davor, dass hier ein "neues Datenmonopol" entstehen könnte.

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Google hatte dem US-Verband der Zeitungsverleger ein Diskussionspapier mit Vorschlägen für eine universelle Paid-Content-Plattform im Internet zugeschickt. In dem Papier betont Google, dass ein offenes Web nicht unbedingt mit einem kostenlosen Web gleichzusetzen sei. In dem Google-Papier wird ein universelles, natürlich von Google eingesetztes, Bezahl-System skizziert, das sowohl Abo-Modelle, Syndication als auch Micro-Payment einfach ermöglichen würde. Google würde allerdings als Mittler bei jeder Paid-Content-Transaktion mitverdienen.

Darum mischt sich in die Zustimmung der Verlage zu dem Google-Papier auch Kritik. „Wird hier nicht die Monopolsituation weiter zementiert?“, fragte BDZV-Sprecher Fuhrmann laut dpa. Die Forderung des BDZV: „Google wird reich mit den Inhalten anderer. Das muss sich ändern“, so Fuhrmann.

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