Rekordstrafe gegen Dogan-Gruppe

Die türkische Mediengruppe Dogan Yayin, an der Springer 10 Prozent hält, muss ein Bußgeld von umgerechnet 1,75 Milliarden Euro zahlen. Die türkische Finanzbehörde begründet die Strafe mit ausstehenden Steuerschulden. Insider vermuten einen politischen Zusammenhang. Der Dogan-Konzern, der unter anderem Zeitungen wie "Hürriyet" und "Milliyet" vertreibt, berichtet seit Monaten kritisch über die aktuelle Regierung.

Anzeige

Die Strafe ist doppelt so hoch wie die ausstehenden Forderungen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Bereits im Februar brummte die türkische Regierung dem Medienhaus eine Steuerstrafe von 390 Millionen Euro auf. Heute wie damals dementieren die Finanzbehörden jeglichen politischen Zusammenhang mit der politischen Kontroverse zwischen der Regierung und Konzernchef Aydin Dogan.
Der Berliner Medienkonzern Springer sieht durch die Milliardenstrafe keinen Grund zur Verunsicherung. Auf W&V-Anfrage sagte eine Firmensprecherin: „Für eine Wertberichtigung sehen wir keinen Anlass, weil wir die Werthaltigkeit als sicher ansehen.“  

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige