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Springer: Kein Interesse an Independent Media

Springer und der irische Verlag Independent News & Media kommen nicht zueinander. Nachdem das Berliner Medienhaus eine Übernahme geprüft hatte, entschied man sich offenbar dagegen. Eine Reuters-Meldung, die unter Bezugnahme auf "eine Person aus der Branche" berichtet, dass ein Angebot von Springer unter Wert gelegen haben, bezeichnen Insider als "gezielt lanciert".

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Nach Angaben von Independent News & Media existieren eine ganze Reihe von Angeboten für eine Beteiligung an dem hoch verschuldetem Verlagshaus. Die irische „Sunday Times“ berichtet, dass der kriselnde Verlag um die Refinanzierung einer 200 Millionen Euro-Anleihe bemüht ist. Diese wäre schon im Mai fällig gewesen.
Der hohe finanzielle Druck, unter dem der irische Verlag steht, dürfte einer der Gründe sein, warum derzeit öffentlich der Firmenwert gepusht werden soll. Tatsächlich scheinen die Probleme immens und hielten wohl der Risikoabwägung des investionsbereiten deutschen Medienhauses nicht Stand. Ein Kenner von Independent News & Media sieht neben der „Verschuldung bis unters Dach“ auch Marktschwierigkeiten, rechtliche Unsicherheiten sowie die offen ausgetragenen Konflikte zwischen den Mehrheitsaktionären als kritische Punkte.
Springer wird weiter den europäischen Markt sondieren. Vorstandschef Mathias Döpfner merkte bereits im April an, die Krise böte „fabelhafte Gelegenheiten“ für Zukäufe.

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