Rafinha-Ente: „Kicker“ entschuldigt sich

Faschmeldungen sind nicht schön, gehören aber zum Geschäft jeder nachrichten-getriebenen Redaktion. Dem "Spiegel", der Tagesschau und natürlich auch der "Bild" rutschen immer wieder Informationen durch, die sich später als unzutreffend herausstellten. Immer noch ungewöhnlich ist allerdings, wenn sich eine Redaktion im Nachhinein bei ihren Lesern für eine Falschmeldung entschuldigt. Genau das macht Kicker Online heute, weil man am Samstag verbreitete, dass Schalkes Rafinha zum FC Bayern wechselt.

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Faschmeldungen sind nicht schön, gehören aber zum Geschäft jeder nachrichten-getriebenen Redaktion. Dem „Spiegel“, der Tagesschau und natürlich auch der „Bild“ rutschen immer wieder Informationen durch, die sich später als unzutreffend herausstellten. Immer noch ungewöhnlich ist allerdings, wenn sich eine Redaktion im Nachhinein bei ihren Lesern für eine Falschmeldung entschuldigt. Genau das macht Kicker Online heute, weil man am Samstag verbreitete, dass Schalkes Rafinha zum FC Bayern wechselt.

Unzählige Medien aus Print, Online und TV übernahmen die Kicker-Story am Samstag. Seit dem gestern Nacht allerdings die Transferliste schloss, ist klar: Der brasilianische Außenverteidiger bleibt in Gelsenkirchen. Also reagierte Kicker Online und schrieb: „Den allgemeinen Unmut, der sich in vielen Zuschriften ausdrückte, können wir voll und ganz nachvollziehen. In der Tat bedauern wir sehr, dass wir mit dieser Veröffentlichung über den angeblichen Transfer von Rafinha zu Bayern eine Verunsicherung bei all unseren Nutzern und Lesern bewirkt und eine Verärgerung bei allen Schalke-Fans ausgelöst haben.“

In dem Editorial erklärt die Redaktion, wie es zu dem Fehler kommen konnte. Auf einer Benefizveranstaltung in Rheda-Wiedenbrück trafen sich am Freitag Bayern-Manager Uli Hoeneß und sein Schalker Kollege Felix Magath. Auf der Feier wurde offenbar „sehr ausführlich“ ein „Rafinha-Transfer besprochen“, wie der Kicker schreibt. Der Nürnberger Redaktion „war auch durch eine uns als absolut seriös und verlässlich bekannte Quelle versichert worden, dass der Wechsel perfekt sei.“

Kicker Online brachte am Samstag die Meldung und macht sich nun Sorgen, um sein tadelloses Image: „Wir dürfen Ihnen versichern, dass wir nach wie vor sehr gewissenhaft daran arbeiten, dem guten Ruf des ‚Kicker‘ entsprechend alle Informationen so seriös wie möglich abzudecken. Wir waren in den 89 Jahren seit Gründung des ‚Kicker‘ als Fachmagazin anerkannt, und wir werden anstreben, diesen exzellenten Ruf auch weiterhin zu erhalten. Fehler unterlaufen, sie sind ärgerlich, aber leider Bestandteil des Lebens.“

Wenn die Sport-Reporter aus Nürnberg auch weiterhin so offen und transparent arbeiten, dann sollte man sich in den nächsten 89 Jahren, um seinen Ruf keine Sorgen machen.
Jetzt fehlt nur noch, dass sich die Schalker Fans bei ihrem Kicker entschuldigen. Als die Annhänger während des Spiels am Samstag erfuhren, dass der Außenverteidiger – laut Kicker Online – von Gelsenkirchen an die Isar wechselt, pfiffen sie Rafinha fortan gnadenlos aus.

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