Vermarkter-Zoff: VDZ kritisiert IP Deutschland

Dieser Streit war absehbar: Als IP-Deutschland-Boss Martin Krapf in der vergangenen Woche erstmals seine neuen Angebotsmodelle vorstellte, mit der der RTL-Chefvermarkter in die neue TV-Saison starten will, ließ vor allem eine neue Rabattform aufhorchen. So will die IP künftig Unternehmen und Agenturen belohnen, die Gelder aus dem Printmarkt abziehen und ins Fernsehen stecken. Nun gibt es eine Reaktion des VDZ. Christian Schlottau spricht für den Verband von "Hilflosigkeit" der IP.

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In einem Interview mit Horizont.net nennt der Verlagsleiter Marketing des Spiegel-Verlags und Sprecher des Arbeitskreises Pressemarkt Anzeigen (PMA) beim VDZ davon, dass die neuen Rabatte der IP Deutschland einzig „wirtschaftlichem Druck“ geschuldet seien und „eigene Leistungsschwächen überspielen“ sollen. „Das grenzt schon an Hilflosigkeit“, so Schlottau gegenüber Horizont.net.

Als Reaktion will Schlottau allerdings keine konkurrierenden Rabattmodelle entwerfen, der „Intermedia-Rabatt“ der IP gehe ohnehin an den Bedürfnissen der Werbungtreibenden vorbei. Stattdessen will der VDZ verstärkt auf Marktforschung setzen, um die eigenen Stärken hervorzuheben.

Rechtliche Konsequenzen drohen der IP wegen der neuen Rabatte aber offenbar nicht. Nach eigenen Angaben seien die Angebotsformen „kartellrechtlich geprüft“ und wurdem dem Kartellamt vorgelegt. Ob der neue „Intermedia-Rabatt“ Erfolg haben wird und den Mediamix der Werbungtreibenden tatsächlich verändert, werden die Umsatz- und Anzeigenumfang-Zahlen der kommenden Monate zeigen. Eins steht jetzt schon fest: Der Ton zwischen den Managern der verschiedenen Mediensegmente ist in der Krisenzeit eindeutig schärfer geworden.

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