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‚USA Today‘-Verlag praktiziert Fire & Hire

Der US-Zeitungsmulti Gannett baut wieder Stellen ab. Der Verlag hat dem US-Medienblog Gawker bestätigt, dass Newsroom und Anzeigenabteilung der Tageszeitung "Journal News" umstrukturiert werden. Dabei fallen 70 Stellen weg. Aber: Alle müssen sich für die neu strukturierte Verlagseinheit bewerben. Betroffen sind 288 Mitarbeiter. Bereits Anfang Juli berichtete das "Wall Street Journal", dass Gannett über 1.000 Stellen abbauen muss. Flaggschiff des Verlags ist die Tageszeitung "USA Today".

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Der Verlag ist nach Auflage gerechnet das größte Zeitungshaus der USA. Gannett hält zudem Beteiligungen an zahlreichen lokalen und regionalen TV-Sendern. Im ersten Quartal brach der Gewinn bei Gannett um 60 Prozent ein. Allein in den Jahren 2007 und 2008 hat der Verlag bereits rund 10.000 Mitarbeiter entlassen. Vor dem Abbau hatte Gannett knapp 50.000 Beschäftigte.

Die Größenordnung der US-Zeitungskrise ist dramatisch, die Spar-Methoden aus Übersee sind aber auch hierzulande gang und gäbe. So hat das Dortmunder Medienhaus Lensing die komplette Belegschaft der „Münsterschen Zeitung“ gefeuert und durch junge, neue Kräfte ersetzt. Der Großverlag Gruner + Jahr hat sämtliche Mitarbeiter der Wirtschaftspresse entlassen. Die Mitarbeiter konnten sich anschließend auf weniger Stellen in der neu geschaffenen Wirtschaftsredaktion in Hamburg bewerben. Statt Hire & Fire heißt es in der Krise also immer öfter: Fire & Hire.

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