Erholung am US-Printmarkt für 2010 erwartet

In den USA scheint ein Ende der Medienkrise in Sicht, zumindest für den Printmarkt. Das prognostiziert Peter Conti, Analyst bei Borrell Associates. Nach Ansicht des Medienexperten sei die Zeitungskrise in einem unangemessenen Maße überschätzt worden. Nach einem weiteren Rückgang im Jahr 2009 glaubt Conti an eine Trendwende im nächsten Jahr. Das Schlimmste sei überstanden. Die Zeitungsbranche werde 2010 ein Gewinnwachstum von 2,4 Prozent erwirtschaften.

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Im weiteren Ausblick glaubt Conti an ein Wachstum von 8,7 Prozent bis 2014. Die Zeitungsbranche erreiche demnach einen Gewinn von über 39 Milliarden Dollar. Damit liege man zwar immer noch unter dem Spitzenwert, der 2001 erreicht wurde. Aber das Schlimmste sei überstanden, nachdem die Branche lange Zeit vom Aussterben bedroht schien.
Der hoffnungsvolle Ausblick Contis hat einen schlichten Hintergrund. Da die Printbranche der erste Industriezweig war, der durch das Aufkommen des Internets beeinträchtig wurde, werde sie auch die erste Industrie sein, die sich davon wieder erholt. Allerdings geht der Analyst davon aus, dass gerade die großen Verlage ihren eingeschlagenen Weg zunächst fortführen werden. Das bedeute, dass Sparprogramme und Entlassungen weiterhin an der Tagesordnung sein werden.
Kleinere Verlage hingegen, die die Krise bis jetzt überstanden haben, hätten gute Aussichten sich wieder zu stabilisieren. Als weitere Gründe für die schrittweise Genesung des Printbranche führt Conti verbesserte Vermarktungssysteme, das Ende der Wirtschaftskrise und das zusätzliche Wachstum der Web-Auftritte von Zeitungen.

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