ADC-Sprecher Amir Kassaei schmeißt hin

Kein Kreatives Chaos, sondern diesmal wohl ein ernstzunehmender Streit: Einer Meinung sind Deutschlands Top-Kreative selten. Doch jetzt reicht es Amir Kassaei offenbar. Der CCO der DDB Group Germany soll gestern aus seinem Urlaub heraus, via E-Mail, seinen Rücktritt als Sprecher des Art Directors Club (ADC) erklärt haben. Das berichtet der Mediendienst New-business.de. Grund für die Demission ist ein interner Streit über das Finanzgebaren des Verbandes bei der Ausrichtung seiner Events.

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Aktuell hat der Art Directors Club mit einer schwierigen wirtschaftlichen Lage zu kämpfen. Ausgelöst wurde die Krise durch geringe Sponsoren-Einnahmen und einen massiven Rückgang der Einreichgebühren bei den Kreativ-Wettbewerben. New-business.de berichtet nun, dass Kassaei früheren ADC-Vorständen eine unsolide Haushaltspolitik vorwirft. Diese Anschuldigungen wollen die Kritisierten nicht auf sich sitzen lassen und bestehen deshalb auf einem Widerruf der Vorwürfe.  

Offenbar versuchen gerade die elf verbliebenen Vorstandskollegen Kassaei zum Weitermachen zu bewegen. Doch nach New-business-Informationen aus dem Umfeld des DDB-CCO sind die Chancen für einen Rücktritt vom Rücktritt sehr gering.

Bleibt der Chef bei seiner Demission, hätte der ADC mit einer schwierigen Situation zu kämpfen. Denn aktuell laufen viele Ausschreibungen und Sponsoren-Verhandlungen zu kommenden ADC-Wettbewerben. Das derzeitige Chaos-Club-Bild, das die Kreativen bieten, dürfte sich nicht positiv auf die Gespräche auswirken.

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