RTL Group friert Gehälter ein

Gerhard Zeiler, CEO von Bertelsmanns TV-Holding RTL Group, hat der TV-Zentrale ein Sparpaket verordnet. Laut einem "Horizont"-Bericht verkündete er in der Mitarbeiterzeitung "Backstage" einen Einstellungsstopp. Außerdem werden die Gehälter eingefroren. "Die Zentrale sollte mit gutem Beispiel vorangehen", sagte Zeiler in "Backstage". Bei RTL Deutschland spart Geschäftsführerin Anke Schäferkordt schon lange. Sie setzt dabei vor allem auf Spar-Potenziale bei der Produktion.

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Bei der jüngsten Programm-Präsentation sagte sie, es sei nicht entscheidend, ob bei „Alarm für Cobra 11“ statt 25 nur 15 Autos in die Luft fliegen. Außerdem möchte sie statt einzelner Show-Events vor allem lang laufende Serien im Programm haben. Das senkt die Kosten ganz erheblich und füllt viele Programmplätze.

Nun ist der Rotstift also auch in der Holding angekommen. Laut „Horizont“ rechnet der RTL-Group-Finanzvorstand Elmar Heggen mit Einsparungen bei den Personalkosten von 20 bis 30 Prozent. Diese Spar-Dimensionen werden freilich nicht nur durch den Verzicht auf Gehaltserhöhungen erreicht. Auch die Beratungs-Kosten seien reduziert worden und viele RTL-Manager erhalten ein erfolgsabhängiges Salär, das bei niedrigeren Umsätzen entsprechend schmaler ausfällt.

Die RTL Group und vor RTL Deutschland sind die Cash Cow für den Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann. Ein Großteil des Bertelsmann-Umsatzes und Gewinns wird von RTL erwirtschaftet. In der Vergangenheit waren das schon mal 30 Prozent vom Gesamtumsatz und über die Hälfte von Gewinn, der von RTL beigesteuert wurde. Schon bei der Vorlage der Bertelsmann-Zahlen für 2008 warnte RTL-Group-Chef Zeiler: „Es ist zu erwarten, dass das Profitabilitätsniveau sinken wird.“

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