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Die Top-Radiosender im Westen & Süden

Im dritten Teil unserer Radio-MA-Serie, in der wir Ihnen die jeweils zehn populärsten Radiosender aller 16 Bundesländer vorstellen, geht es in den Westen und in den Süden - und damit auch in die drei bevölkerungsstärksten Länder NRW, Bayern und Baden-Württemberg. Während in NRW der Lokalsenderzusammenschluss radio NRW seinen Vorsprung ausbaut, ist in Baden-Württemberg die Dominanz des SWR ungebrochen: Auf den ersten drei Plätzen finden sich dort ausschließlich SWR-Stationen.

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Beginnen wir unsere dritte Radioreise aber in Nordrhein-Westfalen. Dort führt wie gesagt radio NRW weiterhin unangefochten den Markt an. Mit einem kleinen Zuwachs von 0,4 Prozentpunkten kommt der Lokalsenderverbund nun auf einen Marktanteil von 31,8%. Mit großem Rückstand folgt dahinter ein WDR-Trio aus WDR 2, 1Live und WDR 4. Während WDR 2 leicht gewann, verloren 1Live und WDR 4 deutliche Marktanteilspunkte und fielen hinter WDR 2 zurück. Ab Platz 5 sind die Marktanteile in NRW sehr klein, ein Zeichen dafür, dass es keine echte Konkurrenz für radio NRW und den WDR gibt. Bei den 14- bis 49-Jährigen ist die Dominanz von radio NRW nicht ganz so groß, doch auch hier führt man mit 36,5% vor 1Live (29,9%).

In Hessen sieht die Situation an der Spitze ähnlich aus. Hier führt Hit Radio FFH deutlich vor einem Trio aus hr-Sendern. So kam FFH trotz deutlicher Verluste diesmal auf einen Marktanteil von 25,7%, dahinter folgen hr4, hr3 und hr1 mit Marktanteilen von 10,1% bis 18,4%. Interessanterweise ist Hit Radio FFH der einzige Verlierer in der gesamten Top Ten, alle anderen neun Sender verbesserten sich im Vergleich zur MA 2009 I. Besonders deutlich nach oben ging es für Radio Bob! – von 1,6% auf nun 2,8% und den achten Platz. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen führt Hit Radio FFH den Markt an – mit 33,0% klar vor hr3 (20,9%).

Einen öffentlich-rechtlichen Marktführer gibt es dafür in Rheinland-Pfalz. SWR3 verbesserte sich hier um 0,2 Punkte und führt nun allein den Markt vor RPR1. an. Dort gingen 2,6 Zähler verloren. In Lauerposition wartet SWR4 RP auf Rang 3, mit 17,6% ist der Sender RPR1. gefährlich nahe gekommen. Dahinter folgen mit SWR1 RP ein weiterer SWR-Ableger und knapp dahinter auf Platz 5 bigFM Hot Music Radio. Bei den 14- bis 49-Jährigen belegt bigFM mit 14,4% zwar Platz 3, der Rückstand auf SWR3 (30,0%) und RPR1. (24,4%) ist aber ebenfalls beträchtlich.

Baden-Württemberg dürfte das Lieblingsland der ARD-Oberen sein. Auf den ersten drei Plätzen der Marktanteilstabelle finden sich ausschließlich SWR-Sender – einzigartig in Deutschland. Nur im kleinen Bremen ist das öffentlich-rechtliche Radio mit Bremen Eins, Bremen Vier und NDR 1 Niedersachsen ähnlich erfolgreich. Zusammengenommen haben SWR3, SWR4 BW und SWR1 BW einen Marktanteil von 58,8%. Marktführer SWR 3 konnte sich ebenso wie SWR1 BW im Vergleich zur vorigen MA verbessern. Abgeschlagen auf den Rängen 4 und 5 folgen die ersten SWR-Konkurrenten, Hit-Radio Antenne 1 und Radio Regenbogen. Bei den 14- bis 49-Jährigen ist die Dominanz des SWR nicht ganz so groß, doch auch hier führt SWR 3 mit 31,8% und riesigem Abstand vor SWR1 BW und Hit-Radio Antenne 1 (je 12,3%).

Im kleinen Saarland haben die großen drei Sender allesamt deutlich verloren. Besonders SR 1 Europawelle gingen heftige Marktanteilspunkte abhanden. Mit einem Minus von 5,1 Zählern rutschte der Sender unter die 20%-Marke. Es führt weiterhin Radio Salü vor SR 3 Saarlandwelle und eben SR 1 Europawelle. Platz 4 geht an den Marktführer aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, SWR3. Größter Aufsteiger des Saarlandes ist ebenfalls ein SWR-Ableger: Das Ding gewann 3,1 Punkte und befindet sich auf Platz 5. Bei den 14- bis 49-Jährigen erreicht Das Ding mit 11,9% sogar Platz 3, hinter dem klaren Marktführer Radio Salü (42,3%) und SR 1 Europawelle (23,8%).

In Bayern führt Bayern 1 wie beim letzten Mal vor Antenne Bayern. Zwar hat Antenne Bayern Teile der verluste der vorigen MA wieder wettgemacht, doch auch Bayern 1 gewann ein weiteres Mal. So liegt Bayern 1 nun bei 30,1%, Antenne Bayern bei 27,8%. Das Bayern-Funkpaket folgt mit leichten Verlusten und 18,2% vor Bayern 3 mit 15,8%, alle anderen Sender liegen unter der 2%-Marke. Großer Sieger bei den 14- bis 49-Jährigen bleibt Antenne Bayern dann aber doch: Mit einem Plus von 0,8 Zählern kommt man in der Zielgruppe nun auf 40,2% und führt mit gigantischem Vorsprung vor dem Bayern-Funkpaket (-5,2 auf nun 21,5%) und Bayern 3 (21,0%).

Die beiden vorigen Teile unserer Radio-MA-Serie mit den Analysen zum Norden und Osten finden Sie hier und hier.

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