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Gruner + Jahr prüft offenbar Kurzarbeit

Bei Gruner + Jahr wird offenbar konkret geprüft, Kurzarbeit einzuführen. Das berichtet die Marketing-Fachzeitschrift "Horizont" in ihrer Online-Ausgabe. Grund seien weitere Einbrüche im Anzeigengeschäft und die daraus resultierende schlechtere Ergebnis-Prognose für das Gesamtjahr 2009. Unterm Strich könne G+J sogar in die roten Zahlen rutschen, so der Bericht. Bereits die Verlage Axel Springer AG und der Hamburger Jahreszeitenverlag haben in der Krise auf Kurzarbeit zurückgegriffen.

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„Horizont“ zitiert interne Berechnungen, nach denen die Umsätze von Gruner + Jahr im Gesamtjahr 2009 auf unter 2,5 Mrd. Euro rutschen sollen. Im vergangenen Jahr machte der Verlag noch einen Umsatz von 2,77 Mrd. Euro. Für den operativen Gewinn geht man am Baumwall offenbar mittlerweile von nur noch 130 bis 160 Mio. Euro aus. Die Prognose hätte sich damit seit Mai nochmals deutlich verschlechtert. Im Mai lag sie noch bei 200 Mio.

G+J-Sprecher Kurt Otto sagte gegenüber MEEDIA: „Es gibt aktuell keine konkreten Pläne oder Beschlüsse zu etwaiger Kurzarbeit. Gleichwohl ist es vor dem Hintergrund der weiterhin negativen Geschäftsentwicklung nachvollziehbar, auch solche Themen prinzipiell und ergebnisoffen zu prüfen. Hierzu laufen aktuell erste Sondierungsgespräche mit dem Konzernbetriebsrat.“ Kurzarbeit liegt bei immer mehr Medienunternehmen im Trend. Zunächst hatte die Axel Springer AG für ihre Wirtschaftstitel in München Kurzarbeit angemeldet. Vor kurzem wurde bekannt, dass auch der Hamburger Jahreszeitenverlag (u.a. „Für Sie“, „Feinschmecker“, „Merian“) Kurzarbeit plant.

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