Ad Planner: Bild.de holt Spiegel Online ein

Nun ist es passiert: Erstmals hat Verfolger Bild.de Spiegel Online in einem der relevanten Nutzer-Rankings eingeholt. Laut top-aktueller Zahlen aus dem Google Ad Planner, in dem Google Nutzerzahlen für Millionen von Websites errechnet, kamen Spiegel Online und Bild.de im Juni beide auf 6,80 Mio. Unique Visitors. Im Vergleich zum April gewann Bild.de damit satte 1,20 Mio. hinzu. Verlierer gab es im Juni nur wenige, zu den größten Aufsteigern gehören N24.de und Express.de.

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So gewann N24.de im Vergleich zum April 43,5% Nutzer hinzu, Express.de 34,0%. Prozentual gesehen sind die beiden Websites damit die größten Aufsteiger in der ersten Hälfte unserer exklusiven Nachrichten-Top-50. Da Google nach einer starken Verzögerung bei den April-Zahlen die aus dem Mai gleich ausgelassen hat und nun lieber direkt die Juni-Werte veröffentlicht hat, lassen sich diese eben nur mit dem nutzerschwachen April (Ostern, wenige Werktage, etc.) vergleichen. Verlierer gibt es in diesem Vergleich daher nur sehr wenige. Innerhalb der Top 50 büßten nur fünf Websites Nutzer ein, besonders hart traf es dabei abendblatt.de mit einem Minus von 25,5%, ebenfalls verloren haben manager-magazin.de, morgenpost.de, taz.de und reuters.com.

Zur Erinnerung: Google errechnet die Zahlen, die das Unternehmen in seinem Tool Ad Planner veröffentlicht aus einer Vielzahl von Quellen, u.a. aus eigenen Statistiken der vielen Google-Server, frei gegebenen Google-Analytics-Zahlen, sowie eingekauften Daten von externen Markt- und Medienforschern. Welche das sind – ob z.B. Comscore, Nielsen, etc. – darüber schweigt Google. Die Erfahrung der vergangenen Monate zeigt aber, dass die Ad-Planner-Zahlen sehr realitätsnah aussehen.

An der Spitze unseres Rankings gibt es nun also zwei Kontrahenten mit gleich vielen Nutzern, Spiegel Online und Bild.de. Mit deutlichem Abstand folgen dahinter Focus Online (4,20 Mio.), sowie ebenfalls gleichauf sueddeutsche.de und Welt Online mit je 3,50 Mio. stern.de legte im Vergleich zum April nur um 4,5% zu, FAZ.net stagnierte sogar bei 1,80 Mio. Unique Visitors und muss sich den 8. Platz nun mit RP Online teilen. Auf Platz 14 folgt schließlich der Aufsteiger N24.de:

In der zweiten Hälfte der Top 50 überwiegen die großen Prozentgewinne. So kletterten 17 der 25 Kontrahenten um mindestens 20%, fünf davon sogar um mehr als 40%. Auf Platz 28 geklettert ist dabei CNN.com. Mit einem Nutzerzuwachs von 40,7% verfügte die Website im Juni in Deutschland über immerhin 380.000 Unique Visitors. Der Zugewinn wird auch mit dem Tod Michael Jacksons zu tun haben, der viele amerikanische News- und Promi-Websites am Ende des Monats auch in Deutschland beflügelte. Weitere Konkurrenten mit einem Wachstum von über 40% waren im Juni derstandard.at (+45,8%), merkur-online.de (+45,0%), nzz.ch (+50,0%) und stuttgarter-zeitung.de (+41,2%). Der einzige Absteiger auf den Rängen 26 bis 50 heißt wie erwähnt reuters.com:

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