„Facebook könnte Milliarden umsetzen“

Der Silicon-Valley-Investor und Unternehmer Mark Andreessen hat sich gegenüber Reuters äußerst positiv zu den wirtschaftlichen Aussichten bei Facebook geäußert. Andreessen sitzt selbst im Aufsichtsrat des weltweit führend Social Networks. Laut seinen Aussagen wird Facebook in diesem Jahr einen Umsatz in Höhe von etwas über 500 Mio. Dollar erwirtschaften. Die weiteren Aussichten seien noch besser: In fünf Jahren könnten die Erlöse laut Andreessen bei einigen Milliarden Dollar liegen.

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Selbst 2009 könnte Facebook die Milliarden-Dollar-Marke beim Umsatz knacken, so Andreessen, wenn man die Anzeigen-Vermarktung forcieren würde. Es sei zum jetzigen Zeitpunkt aber wichtiger, die Nutzer-Basis zu erweitern und Marktanteile zu gewinnen, statt sich Sorgen ums Geldverdienen zu machen. Facebook hat derzeit rund 225 Millionen Nutzer weltweit. Bei dem von Andreessen prognostizierten Umsatz von etwas über 500 Mio. Dollar, entspräche dies einem Umsatz pro Nutzer von etwas über zwei Dollar. Ziemlich mickrig, aber kein Grund zur Sorge. Meinen jedenfalls die Netz-Experten aus dem Silicon Valley. Das gleiche Prinzip gelte im Übrigen für Twitter.

„Es gibt keinen Investor bei Twitter, der sagt: Mensch, diese Jungs bauen ja Mist, es gibt noch kein Erlösmodell“, so Netscape-Gründer Andreessen. Das Technologieportal „Silicon Alley Insider“ hat den für 2009 vorhergesagten Umsatz bei Facebook laut internen Quellen folgendermaßen aufgesplittet: 125 Mio. sollen von Marken-Anzeigen kommen, 150 Mio. von einem Anzeigen-Deal mit Microsoft, 75 Mio. vom Verkauf virtueller Waren und 200 Mio von so genannten Self-Service-Ads. Das wären dann 550 Mio. Dollar. Aber es handelt sich bei alldem schließlich immer noch um Prognosen. Und exakte Zahlen hält Facebook nach wie vor unter Verschluss.

Andreessen bezeichnete es als Fehler des Facebook-Konkurrenten MySpace, zu sehr auf Erlöse zu schielen. Dies sei der Grund, warum MySpace weltweit in der Nutzergunst hinter Facebook zurückgefallen ist. „Wenn der Umsatz das Nutzer-Erlebnis mindert, war es sehr gefährlich das zu tun“, sagte Andreessens Venture-Capital-Partner Ben Horowitz. Auch in Deutschland gab es zuletzt positive Nachrichten von den Social Networks. Holtzbrincks StudiVZ schaffte es laut „Berliner Zeitung“ im Mai erstmals, keine Verluste zu schreiben.

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