Burda will mit Twitter Geld verdienen

Während Twitter noch immer kein echtes Geschäftsmodell vorzeigen kann, haben andere Web-Companys ihre Pläne, um mit dem Microblogging-Dienst Geld zu verdienen, längst in die Tat umgesetzt. Bestes Beispiel dafür ist Tinker. Das Projekt der Burda-Beteiligung Glam sammelt Twitter-Mitteilungen zu einem Thema und verkauft dazu Werbung. „Mit Tinker.com helfen wir, Echtzeit-Trends und Veranstaltungen zu monetarisieren“, zitiert Techcrunch Glam-Chef Samir Arora.

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Tinker sammelt aber nicht nur Twitter-Postings, sondern auch die Statusmeldungen von Social Networks und anderen Diensten wie Facebook oder Friendfeed. Die Glam-Tochter kann alle diese Kurztexte nach bestimmten Stichwörtern filtern und zusammenfassen. So soll ein aktuelles Echtzeit-Stimmungsbild zu jeden Thema möglich werden. „Tinker bietet quasi eine Live-Suche, die nach Themen strukturiert ist“, sagt Burda-Manager Marcel Reichart gegenüber der „FAZ“.

„Bei Twitter folgen die Mitglieder andern Nutzern, die sie interessant finden. Tinker.com macht es nun möglich, dass Sie auch einzelnen Themen, Gruppen oder Events folgen können“, heißt es in der Selbstdarstellung der Glam-Tochter.

Die von dem Start-up aggregierten Themenzusammenfassungen sind jedoch nicht nur auf der Tinker-Homepage zu sehen, sondern lassen sich auch in die Seiten Dritter einbauen. Das hat zwei Vorteile: Erstens, kann beispielsweise eine Konferenz alle Kurzmeldungen, die über die Veranstaltung gepostet werden, in geraffter Form präsentieren. Zweiter Vorteil: Jede Webseite, die Tinker freiwillig integriert, wird von Glam auch an den Werbeerlösen beteiligt.

Die eigentliche Idee hinter dem Dienst ist, dass Werbekunden festgelegte Ereignisse oder auch spontan stattfindende Diskussionen buchen und so an Echtzeit-Ereignissen partizipieren können. Als ersten Werbepartner konnte Tinker den Computerhersteller Hewlett-Packard gewinnen.

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