AWA: „FAZ“ top, „FTD“ tief im Minus

Riesiger Erfolg für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung": Während fast alle Tages- und Wochenzeitungen laut Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse (AWA) Leser verloren, legten die beiden Frankfurter Blätter extrem zu. Um 25,3% bzw. 18,2% verbesserten sie sich im Vergleich zum Vorjahr. Die "F.A.Z." kommt damit immer näher an die "Süddeutsche Zeitung" heran, die "F.A.S." noch näher an die "Welt am Sonntag".

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Die „Süddeutsche Zeitung“ bleibt trotz eines deutlichen Verlusts von 110.000 Lesern pro Ausgabe (-8,7%) noch vor der „F.A.Z.“, mit 1,15 Mio. zu 1,04 Mio. aber nur noch recht knapp. Auch die fünf anderen überregionalen Tageszeitungen, die in der AWA ausgewiesen werden, verloren: die „Bild“ 0,6%, „Die Welt“ 8,2%, das „Handelsblatt“ 11,4%, die „Frankfurter Rundschau“ 21,1% und die „Financial Times Deutschland“ radikale 33,3%. Die „FTD erreicht damit nur noch 220.000 Leser pro Ausgabe, im Vorjahr waren es noch 330.000. Ein Vergleich mit den IVW-Auflagen macht dieses extreme Minus noch mysteriöser: Dort blieb die verkaufte Auflage in den vergangenen zwei Jahren nämlich recht stabil. Bleibt also nur die These, dass sich weniger Leute als vor einem Jahr eine „FTD“ teilen.

Bei den Wochen- und Sonntagszeitungen gibt es neben der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ immerhin einen weiteren Gewinner: die „VDI nachrichten“ mit einem Zuwachs von 60.000 Lesern. Die Nummer 1 bleibt in diesem Segment aber „Die Zeit“, die ganz leicht verlor, mit 2,03 Mio. Lesern pro Ausgabe aber weiterhin deutlich vor der „Welt am Sonntag“ bleibt:

Während die sechs überregionalen Abo-Tageszeitungen also 5,5% an Reichweite einbüßten, verloren die regionalen Abo-Tageszeitungen diesmal nur 1,6%. Statt 33,80 Mio. Leser pro Ausgabe verfügen die nicht einzeln ausgewiesenenen Blätter nun über 33,26 Mio. Leser. Das ist der geringste Verlust seit Jahren. Ein Zeichen der Hoffnung? Sogar zulegen konnten die fünf Wochenzeitungen – dank der „F.A.S.“ und der „VDI nachrichten“ gewannen sie im Vergleich zum Vorjahr 3,0%.

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