Kinderporno: Apple löscht iPhone-App

Apples App Store für das iPhone ist mit über einer Milliarde heruntergeladener Programme eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Es gibt aber auch eine dunkle Seite. Gerade wurde das Programm BeautyMeter aus dem App Store entfernt. Mit dem Programm wurde ein Nacktfoto eines offenbar minderjährigen Mädchens hochgeladen und konnte von Nutzern bewertet werden. Entwickelt wurde die iPhone App BeautyMeter von einer Softwarefirma aus Stuttgart. Die App stand trotz der strengen Apple-Vorgaben zum Download bereit.

Anzeige

Die Firma Braun Software bewirbt über die Website Funnymals diverse iPhone-Programme, die über Apples App Store geladen werden können. BeautyMeter ist eigentlich dafür gedacht, dass Nutzer Fotos hochladen, die dann von anderen Nutzern in drei Kategorien (Gesicht, Körper, Kleider) bewertet und kommentiert werden können.

Wie das US-Blog Krapps aufzeigt, wurden dabei in größerem Umfang Nacktfotos von jungen Mädchen hochgeladen. Unter anderem eben auch das Nacktfoto eines 15-jährigen Mädchens aus den USA. Ob die Altersangabe stimmt, ließ sich laut Wired.com nicht verifizieren. Das Programm wurde mittlerweile aus dem App Store entfernt.

Laut Nutzungsbedingungen von BeautyMeter ist es nicht erlaubt, pornographische oder illegale Inhalte mit dem Programm hochzuladen. Allerdings schreiben die Macher auch, dass nicht jedes Foto vor dem veröffentlichen geprüft werde. Es würden lediglich von Zeit zu Zeit Stichproben gemacht. Laut BeautyMeter würde aber die Geräte-ID jedes iPhones festgehalten, so dass Nutzer für illegale Inhalte haftbar gemacht werden können.

Gerade erst hat Apple das eher harmlose Programm „The Hottest Girls“, das Oben-ohne-Fotos von Frauen zeigte, aus dem App Store entfernt – obwohl das Genehmigungsverfahren von Apple für iPhone-Programme Nacktfotos offiziell zulässt, wie TechCrunch berichtete. Das US-Blog hat nachgewiesen, dass Apples Genehmigungsverfahren für iPhone-Apps nicht schlüssig funktioniert. Die Kontrolle von Inhalten ist auch auf vernetzten Mobilgeräten wie dem iPhone keine einfache Angelegenheit.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige