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Wie Sie Google & Co. für die Karriere nutzen

Einen guten Eindruck in Zeiten des Web 2.0 zu hinterlassen, hört sich einfacher an, als es ist. Denn Google und seine datenvernarrten Freunde vergessen nie etwas. Jugendsünden, Bilder von der letzten Party oder Bad News über die eigene Person können sich hartnäckig im Netz halten und der eigenen Reputation schaden. Eine Regel besagt, dass alles, was zehn Minuten im Netz stand, es nie mehr verlässt. MEEDIA hat 10 Tipps zusammen gestellt, die Ihnen helfen, Fallen zu vermeiden und das Web für die Karriere zu nutzen.

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Seien Sie net(t): Netiquette meint das gute Benehmen in der virtuellen Umgebung. Der Begriff beschrieb ursprünglich Verhaltensempfehlungen im Usenet, wird aber mittlerweile für alle Bereiche in Datennetzen verwendet, wo Menschen miteinander kommunizieren. Obwohl von vielen Netzteilnehmern als sinnvoll erachtet, hat sie meist keinerlei rechtliche Relevanz. Dennoch kann es nicht schaden, sich an sie zu halten.

Ziel der Netiquette ist eine möglichst für alle Teilnehmer angenehme Art der Kommunikation. Deswegen sollten Tonfall und Inhalt dem Zielpublikum gegenüber angemessen sein. Insbesondere sollten Doppeldeutigkeiten oder gar Beleidigungen nicht die ohnehin komplizierte Kommunikation per Text erschweren. Je nach Medium können Personen, für die der Inhalt eigentlich nicht bestimmt ist, eine Nachricht einsehen. Entsprechend sollte man verschweigen, was nicht für Dritte bestimmt ist. Es existieren unterschiedliche Gesetze zum Recht an selbstverfassten Texten, die zu berücksichtigen sind. Ebenso gilt es, das Urheberrecht einzuhalten, wenn Materialien Dritter verschickt werden.

Bloggen für die Karriere: Schon Sprachpapst Wolf Schneider wusste: Im Internet wird unendlich viel Schwachsinn produziert. Wenn Sie daran etwas ändern können, tun Sie das auch. Viele User verschwenden ihr Fachwissen nur in Kommentaren unter Blogeinträgen. Wenn Sie selbst etwas zu sagen haben, eröffnen Sie Ihr eigenes Blog und teilen Sie Ihr Wissen mit der Web-Community. Die weiß eine gute Themenwahl, Glaubwürdigkeit und Kontinuität zu schätzen. Daraus können neue interessante Kontakte entstehen, die die eigenen Karriere befördern. Bestes Beispiel: Lyssas-Lounge-Betreiberin Katharina Borchert brachte es vom ehemaligen Star der deutschen Bloggerszene zur Chefredakteurin von Waz-Online bzw. DerWesten.de.

Gegen unpassende Inhalte vorgehen: Wie im richtigen Leben ist auch das digitale Alter Ego von Rufmord und Verleumdung nicht gefeit. Kontaktieren Sie Autoren von missbilligenden Beiträgen Sie direkt und sichern Sie den Mailverkehr. Damit haben Sie später mehr in der Hand, falls Sie doch gezwungen sein sollten, rechtliche Schritte einzuleiten. Solange Sie keine Person öffentlichen Interesses sind, sind journalistische Medien auf Ihre Bitte hin verpflichtet, Sie zu anonymisieren, insofern Sie kein verurteilter Straftäter sind.

Raus aus der Google-Falle: Das kleine Debakel um den geplanten G+J-Titel „Vitaguide“ hat gezeigt, wie gut Googles Crawler (Skripte, die Webseiten nach neuen Inhalten scannen und Änderungen in die Google-Datenbank übertragen) arbeiten. So wurden vertrauliche Seiten, die nicht öffentlich zugänglich waren, in den Google-Index aufgenommen und waren über die Suche abrufbar. Und noch schlimmer: Nachdem die Seiten gelöscht wurden, hing der Content weiterhin im Google-Cache fest. Doch Unternehmen und Privat-User können bei ungewolltem Content in der Google-Datenbank sofort handeln. Ein Anruf bei der Hotline nützt in diesem Fall nicht viel. Vielmehr können Sie bei Google einen „Dringenden Antrag auf Entfernung“ stellen. Um die Präsenz Ihrer Website auf Google besser überwachen zu können, empfehlen sich die Google-Webmastertools.

Sinnvoll vernetzen: Natürlich ist es erheiternd, sich mit alten Jugendfreunden neu zu vernetzen und die guten alten Zeiten aufleben zu lassen. Wirklich weiter bringen Partyfotos mit den Schulkollegen im Netz allerdings nicht. Registrieren Sie sich in den einschlägigen Social Networks Facebook und Xing. Das erleichtert Ihnen die Suche nach Kontakten und Personen, die von Ihrer Arbeit überzeugt sind, können Sie leichter finden.

Gezielt Informationen preisgeben: Noch einmal: Das Netz vergisst nichts. Über die Personensuchmaschinen 123people.de und Yasni.de stößt man immer wieder auf veraltete Amazon-Wunschlisten. Erinnern Sie sich? Vielleicht fanden Sie damals den einen oder anderen Katzenkrimi ganz unterhaltsam, einen Personalleiter könnten derlei Infos oder Messenger-Nicknames, wie beispielsweise „Mr. Pink“, eher abschrecken. Checken Sie die Suchergebnisse auf Ihren eigenen Namen und löschen Sie ungewollten Content aus dem Netz.

Profile aktuell halten: Wie? Sie haben Ihr Studium schon vor Jahren beendet? Das kann eine Person, die auf eine Ihrer Seiten gelandet ist, aber nicht wissen. Zumindest nicht, wenn Sie Ihre Web-Profile nicht in regelmäßigen Abständen aktuell halten. Dasselbe gilt für Porträtbilder. Niemand will wissen, wie Sie vor zwei Jahren ausgesehen haben.

Die eigene Homepage: Visitenkarten sind im Berufsleben beinahe ein Muss. Doch nur wenige geben ihren Namen den entsprechenden Raum im Netz. Man befürchtet hohe Kosten, viel Arbeit und wenig Nutzen. Das muss nicht sein. Die eigene Domain (idealerweise vornamenachname.de) lässt sich für Kosten von unter einem Euro pro Monat sichern. Ansprechende Homepages lassen sich für Anfänger so genannten Web-Baukästen gestalten. Sehr zu empfehlen ist Weebly.com. Layouts, Unterseiten, Bilder und Texte lassen sich simpel per Drag&Drop zu einem Gesamtpaket zusammenschnüren. Auf dieser Plattform können Sie jenseits von Kurzprofilen in Netzwerken mehr über die eigene Person erzählen, auf Arbeitsproben verweisen und eine ausführliche Vita anlegen. Aber auch hier gilt: Geben Sie nur so viel von sich preis, wie Sie wollen.

Mit Kommentaren und Kritik korrekt umgehen: Die Kritik von Arbeitskollegen würden Sie im Bürobetrieb auch nicht mit Stummheit oder einem beherrschten Abgang quittieren, geschweige denn sie anbrüllen. So sollten Sie auch Anregungen und Kommentare ernstnehmen, mit denen Sie im Web konfrontiert werden. Auch, wenn Sie nicht immer freundlich formuliert sind. Weisen Sie Ihr Gegenüber darauf hin, aber bleiben Sie sachlich.

Geben und Nehmen: Im Web 2.0 hilft jeder jedem. Solange Sie auch dazu bereit sind. Wer immer nur fordert und fragt, aber nichts Konstruktives beiträgt, wird schnell von der Community geächtet. Verhalten Sie sich in Foren und anderen Social Networks fair gegenüber anderen Usern. Wenn Sie helfen können, sollten Sie das auch tun.

Zwitschern Sie mit: Für viele ist es ein sinnbefreiter Webhype für einsame Großstädter, die nur noch über digitale Kanäle kommunizieren, doch der Mikrobloggingdienst Twitter mausert sich auch im Mainstream immer mehr zur relevanten Größe, wie die jüngsten Ereignisse im Iran zeigen. Nutzen Sie das Tool, um mit Personen Ihrer Wahl in engeren Kontakt zu treten. So pflegen Sie Beziehungen und werden Teil des Web 2.0.

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