(N)Onliner Atlas: 70 Prozent sind im Web

Fast zwei Drittel (69,1 Prozent) aller Deutschen sind mittlerweile im Web unterwegs. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Ausgabe des traditionellen (N)onliner Atlas. Innerhalb von zwölf Monaten stieg damit die Web-Nutzung um vier Prozent. Weitere Ergebnisse: Das Land mit der höchsten Surfer-Dichte ist Bremen, bereits 80 Prozent aller unter 50-Jährigen sind online. Überdurchschnittlich wächst die Online-Nutzung bei bildungsfernen Schichten und Haushalten mit geringem Einkommen.

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Die Anzahl der Web-Nutzer stieg innerhalb von zwölf Monaten vier Prozentpunkte. Das ist die zweithöchste Steigerungsrate der letzten sechs Jahre auf. „Gleichzeitig ist der Offliner-Anteil um 3,3 Prozentpunkte auf 26,6 Prozent gesunken. Mit 4,3 Prozent wollen 0,6 Prozent weniger Nutzungsplaner als im Vorjahr in den nächsten zwölf Monaten das Internet neu für sich entdecken“, heißt es in der offiziellen Zusammenfassung der Studienergebnisse.

Hinter dem (N)Onliner Atlas 2009 steht die Initiative D21. Nach eigenen Angaben handelt es sich dabei um „Deutschlands größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft.“ Bereits zum neunten Mal beauftragte die Initiative D21 TNS Infratest Deutschlands größte Studie zur Internetnutzung durchzuführen. Insgesamt wurden über 30.000 Interviews durchgeführt, welche die Nutzung und Nichtnutzung nach Kriterien wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand oder Beschäftigung und veröffentlicht regionale Vergleiche nach Bundesländern, Regierungsbezirken und Ortsgrößenklassen dokumentieren soll.

„Fast 70 Prozent der Menschen in Deutschland sind inzwischen online. Aber 21 Millionen sind es eben noch nicht. Wir müssen bei der digitalen Integration weiterhin am Ball bleiben und mit gezielten Aktivitäten die Offliner fördern“, kommentiert Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21 und Geschäftsführer der Intel GmbH.

Das Bundesländerranking führen – wie in den Jahren zuvor – die Stadtstaaten vor den Flächenländern. Auf die höchste Bürger-Web-Aktivität kommt Bremen mit 74.2 Prozent, gefolgt von Berlin (73,3 Prozent) und Baden-Württemberg (72,6 Prozent). Auf den hinteren Positionen liegt Mecklenburg-Vorpommern (61,9 Prozent) und Sachsen-Anhalt (60,7 Prozent.

Bei den Altersgruppen sind über 80 Prozent aller unter 50-Jährigen mittlerweile online. „Den größten Zuwachs kann in diesem Jahr die Gruppe der 60- bis 69-Jährigen verbuchen. Dort stieg der Anteil der Internetnutzer besonders kräftig um 6,9 Prozentpunkte von 41,6 auf 48,5 Prozent an“, heißt es in der Studie. „Die Generation 70plus wird jedoch nach wie vor nicht erreicht. Hier ist nicht einmal jeder Fünfte online – bei weiter nur geringem Wachstum.“

Überdurchschnittlich wächst die Online-Nutzung bei bildungsfernen Schichten und Haushalten mit geringem Einkommen. „So steigt der Onliner-Anteil von Personen in Haushalten mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000 Euro um 6,1 Prozentpunkte auf nunmehr 47 Prozent an, damit ist jedoch noch nicht einmal jeder Zweite online. Dagegen sind Personen in Haushalten mit Monatseinkommen von 3.000 Euro und mehr zu 89,4 Prozent Internetnutzer.“

Darüber hinaus zeigt die Studie, dass mittlerweile 61,5 Prozent aller Surfer via DSL ins Netz gehen. Der ISDN-Anteil liegt bei 13,9 Prozent. Immerhin noch 9,6 Prozent nutzen ein analoges Modem.

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