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LAE: „Spiegel“, „Wiwo“ & „SZ“ legen zu

Entscheider lesen am liebsten "Handelsblatt", "Zeit", "Spiegel", "Capital" und Spiegel Online. Das ist eins der Ergebnisse der neuesten Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE). Die Studie untersucht alle zwei Jahre, welche Print-und Online-Medien von Selbständigen, Freiberuflern, Leitenden Angestellten und Beamten konsumiert werden. Die genannten fünf Medien liegen in ihren Segmenten vorn. Deutlich zulegen konnten vor allem die "Süddeutsche Zeitung" und "Der Spiegel".

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So hat die „Süddeutsche Zeitung“ seit der LAE 2007 kräftig aufgeholt und liegt mit nun 276.000 Lesern pro Ausgabe (Reichweite unter den Entscheidern: 11,5%) nur noch hauchdünn hinter der „F.A.Z.“, die auf 277.000 Leser kommt. Angeführt wird das Tageszeitungs-Segment weiterhin vom „Handelsblatt“, das sich auf 298.000 verbesserte. Die LAE, ein Zusammenschluss von 13 Verlagen und Vermarktern, untersucht einzig die Reichweiten der eigenen Titel, die zur LAE angemeldet wurden, vor allem also von Wirtschaftsmagazinen, überregionalen Tageszeitungen und Wochentiteln.

Bei den Wochenzeitungen liegt wie gehabt „Die Zeit“ vorn. Sie wuchs von 206.000 Lesern pro Ausgabe im Jahr 2007 auf nun 225.000 – eine Reichweite von 9,4%. Die vier anderen Wochenzeitungen verloren hingegen. Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ kommt auf 188.000 Leser pro Ausgabe, die „Welt am Sonntag“ auf 181.000, die „VDI Nachrichten“ auf 176.000 und „Euro am Sonntag“ auf 27.000. Interessanterweise hat die „F.A.S.“ damit die „Welt am Sonntag“ überholt.

Ein ähnlicher Überholvorgang fand bei den wöchentlichen Magazinen statt. Hier legte „Der Spiegel“ deutlich zu, während der „Focus“ noch deutlicher verlor. „Der Spiegel“ kommt nun auf 672.000 Leser pro Ausgabe, der „Focus“ auf 598.000. Beim letzten Mal führte der „Focus“ noch recht komfortabel. Auf den weiteren Plätzen folgen in diesem Segment der „stern“ mit 504.000 Lesern und die „Wirtschaftswoche“ mit 296.000. Die „Wiwo“ ist neben dem „Spiegel“ der Aufsteiger in diesem Segment.

Auch bei dem Monatsgmagazinen gibt es einen neuen Tabellenführer. Hatte 2007 noch das „Manager Magazin“ Platz 1 inne, verlor man ihn nun an „Capital“. Das „Manager Magazin“ rutschte von 279.000 Lesern pro Ausgabe auf 233.000, „Capital“ kommt nach dem Wechsel der Erscheinungsweise von 14-täglich auf monatlich nun auf 267.000. Dahinter folgen „Handwerk Magazin“, „Creditreform“ und andere.

Erstmals ermittelt wurden in diesem Jahr die Nutzer pro Monat der Internet-Ableger der LAE-Titel. Erster Gewinner der Analyse: Spiegel Online. Mit einer Reichweite von 657.000 Nutzern pro Monat (27,4%) verdrängte die Website Konkurrent Focus Online (464.000 / 19,4%), stern.de (393.000 / 16,4%) und suedeutsche.de (332.000 / 14,8%).

Angemerkt werden muss noch, dass ein direkter Vergleich der LAE-Ergebnisse mit denen der vorigen Ausgaben nur eine bedingte Aussagekraft hat, da sich die Struktur der Grundgesamtheit verändert hat.

Im Rahmen der LAE werden neben der Mediennutzung noch andere Dinge untersucht. So wird regelmäßig gefragt, wie die Entscheider die wirtschaftliche Lage der kommenden 12 Monate einschätzen. Ernüchterndes Ergebnis: 69% sagen, die wirtschaftliche Lage werde schlechter, nur 8% meinen, sie entwickle sich zum Besseren. So schlecht waren die Werte im Rahmen der LAE noch nie.

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