StudiVZ stürmt zurück an die Spitze

Interessante Entwicklungen in der Branche der sozialen Netzwerke. Laut Google Ad Planner war StudiVZ im April wieder die Nummer 1 - und das, man höre und staune, mit der höchsten Reichweite seit Sommer 2008. 7,50 Mio. Unique Visitors errechnete Google für die Studenten-Community, ein Plus von 10,3% im Vergleich zum März. Konkurrent wer-kennt-wen.de gewann zwar auch, allerdings nur 1,5%, und liegt nun wieder deutlich hinter StudiVZ. Meistbesuchte Website - außer Google - war auch im April ebay.

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22 Mio. Leute aus Deutschland besuchten die Auktionsplattform im April – ein weiteres Plus von 1 Mio. und der unangefochtene Platz 1. Den hat ebay aber nur inne, weil Google die Zahlen der eigenen Websites weiterhin nicht veröffentlicht. Würde der Netz-Gigant das tun, lägen wohl Google und YouTube an der Spitze des Rankings. Auch die Plätze 2 und 3 bleiben im Verglech zum März unverändert: Die Wikipedia verzeichnete im April 19 Mio. Unique Visitors aus Deutschland, Mozilla.com, Zuhause des Firefox-Browsers, kam auf 16 Mio. Wie oft erwähnt, profitiert die Website davon, dass sie nach Firefox-Updates immer automatisch von den Nutzern angesteuert wird.

StudiVZ hat sich durch das deutliche Plus von 10,3% um vier Plätze verbessert und findet sich nun auf Rang 12 der exklusiv von MEEDIA veröffentlichten Liste. Im Vormonat war noch SchülerVZ die Nummer 1 der Community-Branche. Dort stagnierten die Zahlen im April jedoch, man blieb mit 7,40 Mio. Unique Visitors auf Rang 15. Ob die starken StudiVZ-Zahlen dem Angebot langfristig erhalten bleiben, oder nur dem Semesterbeginn im April geschuldet sind, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Die Konkurrenz lauert auf jeden Fall weiter in Angriffsposition. So hat wer-kennt-wen.de mit 6,80 Mio. Unique Visitors einen neuen Rekord aufgestellt, Facebook verbesserte sich mit 5,10 Mio. ebenfalls auf eine neue Bestleistung und auch MySpace kann man in Deutschland mit 5,50 Mio. Besuchern noch nicht abschreiben. Die Top 25 der beliebtesten Websites Deutschlands sieht laut Ad Planner derzeit so aus:

Die meisten Websites haben also im April an Zuspruch verloren, angesichts des Osterfestes ist das aber auch kein Wunder, auch die IVW maß seinerzeit für die meisten Angebote Verluste. Deutlich zulegen konnten wie in jedem Frühling, wenn die ersten Sonnenstrahlen herauskommen, die Wetter-Websites. So ist wetter.com mit einem Plus von 1,00 Mio. Unique Visitors neben ebay der größte Gewinner des Monats und kletterte mit nun 4,20 Mio. von Platz 60 auf 36 der Liste. Auch Konkurrenten wie wetteronline.de oder donnerwetter.de gewannen deutlich, wetter.de, das wegen der Umleitung auf wetter.rtl.de bei rtl.de mitgezählt wird, dürfte für einen großen Teil des rtl.de-Gewinns verantwortlich sein. Der relativ neue Mitbewerber wetter.info aus dem Hause Telekom ist im April immerhin bei 100.000 Unique Visitors angelangt. Bis nach ganz vorne ist es aber noch ein weiter Weg. Vielleicht zum letzten Mal sehen wir Facebook auf den Plätzen 26 bis 50. Schon im kommenden Monat könnte der Website der Sprung in die Top 25 gelingen:

Zu den größten Verlierern des Monats gehören eindeutig pcwelt.de und 1und1.de. Die Website des Magazins „PC-Welt“ ist damit wieder auf Normalniveau geschrumpft. Im März profitierte sie von einer Kooperation mit einem Softwarehersteller, der Millionen von Nutzern eines Programms für ein Update auf pcwelt.de brachte. Diese Besucherströme sind nun wieder abgeebbt. Ebenfalls deutlich verloren haben die Konkurrenten apple.com und windows.com:

Die beiden größten Aufsteiger des Monats haben wir genannt: ebay und wetter.com. Dahinter finden sich u.a. ein paar recht unbekannte Websites, die massiv an Traffic gewonnen haben, z.B. Onlinespiel gallendor.com, cheapsim.de und bobmobile.de. Hier dürften Werbekampagnen für den Trafficsprung verantwortlich sein. Ähnliches gilt für news.de, den relativ neuen Mitbewerber im Nachrichtenmarkt, der um 177,8% auf 0,75 Mio. Unique Visitors klettert. Der Newsbranche widmen wir am Donnerstag übrigens eine eigene Analyse der neuen Ad-Planner-Zahlen.

Eine Zahl, die viele interessieren dürfte, haben wir uns für den Schluss aufgehoben: Twitter.com, seit Monaten der größte Hype des Netzes, konnte auch im April wieder deutlich zulegen – um 20% auf nun 1,20 Mio. Unique Visitors. Twitter gehört damit zu den 200 meistbesuchten Websites des Landes. Und: Auch Twitter-Dienstleister profitieren: Twitpic.com wuchs um 38,5% auf 0,18 Mio. Unique Visitors, URL-Verkürzer tinyurl.com um 36,4% auf 0,15 Mio.

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