Schweizer Fernsehen unter Sparzwang

Der gebührenfinanzierten Schweizer SRG droht bis 2014 ein Schuldenstand von nahezu 800 Millionen Franken, wenn sie wirtschaftet wie bisher. Nun hat das Unternehmen ein Sanierungskonzept vorgestellt: Mittelfristig müsse man Programmleistungen abbauen, falls es keine Gebührenerhöhung gebe oder die Werbeauflagen nicht gelockert würden.

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Grund für die wachsenden  Schulden sind „ausbleibende Einnahmen“, wie Verwaltungsratspräsident Jean-Bernard Münch erklärte. Zur Zeit hat die SRG Schulden in Höhe von 200 Millionen Franken. Die Gebühreneinnahmen betragen 1,13 Milliarden Franken, die Werbeeinnahmen beliefen sich 2008 auf 656 Millionen.
Der Schweizer Bundesrat sei bei der Festlegung der Gebühren von der Ausnahme ausgegangen, dass die Zahl der beitragsleistenden Haushalte zunehmen werde. Das sei nicht der Fall gewesen. Ferner beklagten die SRG-Verantwortlichen – neben der Wirtschaftskrise – die stärkere Konkurrenz durch  ausländischen Programme und Onlinedienste.

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