Handelsblatt: Verlag streicht 150 Jobs

Nun ist es bittere Wahrheit: Auf einer Betriebsversammlung wurden den Mitarbeitern der Verlagsgruppe Handelsblatt am Mittwochmorgen die Sparßmaßnahmen vorgestellt. Nach MEEDIA-Informationen werden 150 Jobs abgebaut. Besonders brisant: Mindestens 19 der Jobs sollen aus den Redaktionen von "Handelsblatt", "Wirtschaftswoche" & Co. kommen. Brisant ist diese Tatsache deswegen, weil es zuletzt immer hieß, die Redaktionen seien gar nicht oder nur minimal betroffen.

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Erst 90 der 150 Job-Kürzungen sind bisher aber klar definiert, in den weiteren 60 weg fallenden Stellen könnten für die Redaktionen der Verlagsgruppe also weitere Hiobs-Botschaften lauern. In welchen Redaktionen die Jobs eingespart werden, steht zur Stunde ebenfalls noch nicht fest. Denkbar ist u.a. das Aus für „perspektiven“, die Freitags-Beilage des „Handelsblatts“, die offenbar zuletzt nicht den erwünschten Erfolg gebracht hat.

Am Wochenende war bereits durchgesickert, dass eine Zusammenlegung der Redaktionen von „Handelsblatt“ und „Wirtschaftswoche“ zwischenzeitlich zwar im Raum stand, seit dem 1. Juni aber vom Tisch ist. An diesem Tag übernahm Alt-Verleger Dieter von Holtzbrinck wieder die Geschicke des Medienhauses. An den nun verkündeten Sparmaßnahmen konnte aber auch er nichts mehr ändern.

Der nun drohende Kahlschlag ist nicht die erste Sparrunde der letzten Monate. Bereits im März bestätigten die Düsseldorfer, dass 40 Stellen abgebaut werden sollen. Zuletzt hatte die VHB 2006 einen größeren Stellenabbau vorgenommen, der 130 Arbeitsplätze im kaufmännischen Bereich betraf.

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