Facebook geht gegen StudiVZ in Berufung

Jetzt ist es offiziell: Facebook geht gegen StudiVZ in die Berufung. Am Dienstag hatte das Landgericht Köln entschieden, dass StudiVZ Facebook nicht in "unlauterer Weise nachgeahmt" und dass die Berliner auch nicht den "geheimen PHP-Quellcode von Seiten des Konkurrenten auf illegale Weise erlangt" hätten. Ein Urteil, das Facebook "enttäuschte". Deshalb heißt es jetzt: "Wir setzen unsere Maßnahmen gegen StudiVZ bei deutschen Gerichten fort sowie auch vor dem US-Bundesgericht."

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Facebook wirft den Kölner Richtern vor, dass sie die vorgelegten Beweise gar nicht zur Kenntnis genommen hätten. „Facebook ist enttäuscht von der Entscheidung des deutschen Gerichts, insbesondere da wir nicht die Gelegenheit hatten, alle Beweise vorzubringen“, heißt es deshalb auch in einer Erklärung der US-Company. Das Gericht wiederum kritisierte, dass die US-Amerikaner lediglich Vermutungen über einen angeblichen Diebstahl der Quellcodes angestellt hätten. Diese waren jedoch nicht konkret genug gewesen, um einen Vergleich der Quellcodes durch einen Experten zu rechtfertigen.

Nach Meinung des Landgerichts können die Übereinstimmungen der beiden Portale „auch darauf beruhen, dass die Gründer von StudiVZ die Webseiten der Klägerin kannten und diese mit Hilfe der im Internet für jedermann sichtbaren Informationen in Anlehnung an die Seite der Klägerin nachprogrammierten bzw. nachprogrammieren ließen.“

Viele Experten halten diese Erklärung der Richter für äußerst schwach. Denn in letzter Konsequenz würde damit Plagiaten Tür und Tor geöffnet.

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