iPhone 3G S: Wie T-Mobile seine Bestandskunden vergrault

Sie haben es wirklich getan: 25 Euro pro Monat Ablösezahlung werden für Bestandskunden fällig, die ein neues iPhone 3G S erwerben wollen. Und das, obwohl T-Mobile-Sprecher Alexander von Schmettow in der vergangenen Woche auf MEEDIA-Anfrage erklärt hatte, die fällige Vertragsablöse-Zahlung werde sich "im Rahmen des Vorjahres bewegen" - was 15 Euro bedeutet hätte. Stattdessen langt die Mobilfunktochter des ehemaligen Staatsmonopolisten, wie bereits in einigen Foren befürchtet, um 66 Prozent mehr hin!

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Sie haben es wirklich getan: 25 Euro pro Monat Ablösezahlung  werden für Bestandskunden fällig, die ein neues iPhone 3G S erwerben wollen. Und das, obwohl T-Mobile-Sprecher Alexander von Schmettow in der vergangenen Woche auf MEEDIA-Anfrage erklärte, die fällige Vertragsablöse-Zahlung werde sich „im Rahmen des Vorjahres bewegen“  – was 15 Euro bedeutet hätte. Stattdessen langt die Mobilfunktochter des ehemaligen Staatsmonopolisten, wie bereits in einigen Foren befürchtet,  um 66 Prozent mehr hin!

Die happige Ablöseforderung erscheint umso erstaunlicher, zumal T-Mobile noch an einer anderen Stelle ganz kräftig dazukassiert. Auch das mit dem Vorgänger-Modell 3G bekannt und geschätzte mobile Surfvergnügen von einem Laptop mittels HSDPA-Modem per Multi-SIM (Tethering) wird nämlich nun kostenpflichtig. Bereits zum 2. Februar hatte T-Mobile die iPhone-Tarife dahingehend geändert, dass T-Mobile-Neukunden die Multi-SIM nicht mehr kostenlos in Verbindung mit einer Daten-Flatrate nutzen konnten, sondern für das mobile Browsen einen separaten – kostenpflichtigen – Vertrag abschließen mussten.  

Diese Bedingung greift nun für alle wechselwilligen iPhone-Kunden, die in den Besitz des iPhone 3G S kommen wollen: Wer weiterhin mobil surfen will, zahlt künftig abermals happige 24,95 Euro für die günstigste Variante der web’n’walk-Datenflatrate – im Monat bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Macht mit Ablöse-Zahlung 49,95 Euro im Monat EXTRA für das neue iPhone 3G S im ersten Jahr und zumindest weitere 24,95 Euro im zweiten Jahr für web’nwalk.

Und das alles vor dem tatsächlich gewählten Complete-Tarif und dem Gerätepreis. Ein stolzer iPhone-Besitzer der zweiten Generation, der sein 3G-Gerät zur Markteinführung am 11. Juli im letzten Jahr erstanden hat, müsste damit nur für ein Upgrade zum neuen iPhone 3G S zu alten Nutzung-Konditionen horrende 1150 Euro für die 32-GB-Version im günstigsten Tarif berappen: 249 Euro für den Gerätepreis + 300 Euro Ablöse + 600 für die mobile Datenflate web’n’walk.

Nachvollziehen ist diese Preispolitik nur schwer. Seit Jahren hat die Deutsche Telekom mit ihrem Image zu kämpfen. Der Umgang mit den treusten der treuen iPhone-Kunden dürfte nicht gerade dazu beitragen, daran etwas zu verbessern. Im Gegenteil:  Bestandskunden werden regelrecht vergrault. Wie gut jedoch, dass der eigentliche Quantensprung der neuen iPhone-Generation in der Aktualisierung der Software liegt – und die ist in der Version 3.0 bekanntlich schon morgen per Download erhältlich. Kostenlos für iPhone-Besitzer der zweiten Generation, übrigens.

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