iPhone 3G S: T-Mobiles teures Upgrade

Publishing Keine 24 Stunden ist Apples Produktfeuerwerk auf der WWDC her, auf der das Kultunternehmen aus Cupertino mit einer Generalüberholung begeisterte. Vor allem die neue iPhone-Generation besticht dank zahlreicher Hard- und Software-Verbesserungen. Allein: Deutsche iPhone-Bestandskunden müssen bei T-Mobile für ein vorzeitiges Upgrade wohl kräftig zahlen. Nicht nur eine Ablöse für den bestehenden Vertrag wird fällig – auch die vom Vorgänger bekannte mobile Web-Nutzung via Laptop kostet nach Tarifänderung nun extra.

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Die Begeisterung kennt keine Grenzen: “Mit dem neuen iPhone spielt Apple noch mehr in einer eigenen Liga”, adelt etwa das Technologieportal “Alley Insider” die große Aufrüstung des iPhones mit einer verbesserten Kamera, einem leistungsfähigeren Akku, Video-Aufnahme und vor allem den unzähligen neuen Applikationen, die das neue mobile Betriebssystem iPhone OS 3.0 bietet.

Mit einem Wort: Es ist der neue große Wurf aus Cupertino, der vor allem von einer Klientel bejubelt werden dürfte – den Apple-Aficionados, den treusten der Treuen, die sich um jede bahnbrechende Neuerung des Kultunternehmens reißen.

In der Bundesrepublik müssen iPhone-Fans für ihre Leidenschaft jedoch ganz kräftig bezahlen. Und das, obwohl bei der dritten Generation zunächst einmal mehr Leistung für vergleichbare 3G-Gerätepreise geboten wird: Die neuen iPhones werden sich, je nach Tarif, zwischen 129,95 und 249,95 Euro bewegen.

Vertragsablösesumme für 3G-Kunden “im Rahmen der Vorjahres-Konditionen

Diese Gerätepreise gelten jedoch nur für Neukunden! Wer bereits ein iPhone besitzt, wird zur Vertrags-Ablösezahlung gebeten, schließlich kann noch kein deutscher iPhone-Besitzer auf eine 24-monatige Laufzeit kommen – Apples inzwischen so beliebtes Smartphone enterte bekanntlich am 9. November 2007 den deutschen Mobilfunkmarkt. Die überwältigende Mehrheit zog jedoch erst mit der 3G-Version nach, die seit  dem 11. Juli vergangenen Jahres in der Bundesrepublik erhältlich ist.

Wer schon zum nächsten Freitag, wenn das iPhone 3G S in der Bundesdrepublik das Licht der Welt erblickt, in den Genuss von Apples neuem Smartphone kommen will, muss zum regulären Gerätepreis eine entsprechend kräftige Ablöse-Summe berappen. Bereits im vergangenen Jahr wandte der deutsche Exklusivprovider T-Mobile diese Praxis bei iPhone-Kunden der ersten Stunde an.

Seinerzeit wurde pro Monat 15 Euro für den Umstieg auf das iPhone 3G fällig. Die Ablöse-Zahlung für das iPhone 3G S “dürfte sich in diesem Rahmen bewegen”, bestätigte Telekom-Sprecher Alexander von Schmettow gegenüber MEEDIA. Zuvor waren in Internet-Blogs sogar bereits Monatsablösesummen von 25 Euro genannt worden, die von Schmettow allerdings nicht bestätigen wollte. Erst Anfang nächster Woche sei mit den definitiven Konditionen zu rechnen, erklärte von Schmettow.  

Im Minimalfall dürften damit 180 Euro (zwölf mal 15 Euro) Mehrkosten auf wechselwillige iPhone-Kunden zukommen, die das 3G-Modell ab dem 11. Juli erworben haben – je später, desto entsprechend mehr.

Kostenlose Multi-SIM Nutzung aufgehoben

Doch damit nicht genug: Auch das mit dem Vorgänger-Modell 3G bekannt und geschätzte mobile Surfvergnügen von einem Laptop mittels HSDPA-Modem per Multi-SIM (Tethering) wird nun kostenpflichtig. Bereits zum 2. Februar hatte T-Mobile die iPhone-Tarife dahingehend geändert, dass T-Mobile-Neukunden die Multi-SIM nicht mehr kostenlos in Verbindung mit einer Daten-Flatrate nutzen konnten, sondern für das mobile Browsen einen separaten – kostenpflichtigen – Vertrag abschließen mussten. 

Diese Bedingung greift nun für alle wechselwilligen iPhone-Kunden, die in den Besitz des iPhone 3G S kommen wollen: Wer das neue iPhone will, muss dafür also dafür nicht nur eine Vertragsablösesumme bezahlen, sondern auch noch zum Verzicht auf die Multi SIM-Nutzung bereit sind. Oder er muss abermals zahlen – und das nochmals ordentlich: Mit happigen 24,95 Euro schlägt die günstigste Variante des der web’n’walk-Datenflatrate zu Buche – das sind knapp weitere 300 Euro im Jahr.

Noch so begeisterte iPhone-Fans dürften sich daher den Umstieg auf die dritte Generation gut überlegen. Ein Nutzer des S-Tarifs, der günstigsten mobilen Datenflatrate, der sein 3G nach dem 11. Juli letzten Jahres erwarb und dieselben Konditionen auf dem neuen iPhone in 32 GB-Fassung erhalten möchte, muss dafür wohl zumindest 700 Euro zahlen: 220 Euro für das neue Modell, zumindest geschätzte 180 Euro für die Vertragsrestlaufzeit und eben noch mal 300 Euro für die mobile Internet-Nutzung auf dem Laptop. Nach exakt zwei Jahren ist das iPhone damit wieder, als es was 2007 einst gestartet war – der Luxusartikel der Mobilfunkbranche. 

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