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WWDC: So verläuft Apples Entwicklermesse

Der 8. Juni wirft seine Schatten seit Monaten voraus: Seit der Generalüberholung der Macintosh-Computer und iPods im vergangenen Herbst hat Apple keine großen Produktinnovationen mehr vorgestellt. Fast logisch rückt da die weltweite Entwicklermesse WWDC in den Fokus, auf der 2008 die zweite iPhone-Generation präsentiert wurde. Angekündigt worden waren nur das neue Betriebssysteme iPhone OS 3.0 und Mac OS 10.6., doch am Ende rückte Launch der von Apples nächster Smartphone-Generation in den Vordergrund...

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Der 8. Juni wirft seine Schatten seit Monaten voraus: Seit der Generalüberholung der Macintosh-Computer und iPods im vergangenen Herbst hat Apple keine großen Produktinnovationen mehr vorgestellt. Fast logisch rückt da die weltweite Entwicklermesse WWDC in den Fokus, auf der 2008 die zweite iPhone-Generation präsentiert wurde. Angekündigt worden waren nur das neue Betriebssysteme iPhone OS 3.0 und Mac OS 10.6., doch am Ende rückte Launch der von Apples nächster Smartphone-Generation in den Vordergrund…

Die Apple Stores sind offline, das Licht gedimmt: Vorhang auf im Moscone Center in San Francisco für Apples Marketingchef Phil Schiller! Und der begrüßt die mehr als 5000 Entwickler gleich mit einer freudigen Botschaft: 25 Millionen Nutzer zählte das Apple-Betriebssystem, dessen neue Version 10.6 heute präsentiert werden soll, noch vor zwei Jahren – heute sind es bereits 75 Millionen.

• Den Anfang macht jedoch ein Hardware-Update: Die erfolgreiche  MacBookPro-Serie wird abermals generalüberholt.  Schiller präsentiert den Apple-Anhängern ein brandneues 15- und 17-Zoll MacBook Pro sowie ein 13-Zoll-Gerät, dass das alte Mac Book ersetzt – und zwar mit folgenden Daten:

– 15 Zoll: 3,06 GHz, 500 GB Festplatte – Preis 1699 Dollar
– 17 Zoll: 2,8GHz CPU, 500 GB Festplatte – Preis 2299 Dollar
– 13 Zoll: 2,26 GHz, 160 GB Festplatte – Preis 1199 Dollar und 2,53 GHz, 250 GB  Festplatte – Preis 1499 Dollar

–  Und auch das MacBookAir wird generalüberholt in zwei neuen Versionen für 1499 und 1799 Dollar.     

• Nach so viel Hardware folgt der Schwenk auf den eigentlichen Hauptprogrammpunkt – das neue Betriebssysten Mac OS 10.6, das unter dem Arbeitstitel „Snow Leopard“ ausgeliefert wird. Folgende Neuerungen präsentiert der Vizepräsident der Software-Entwicklung, Bertrand Serlet:
– Agressives Pricing: Snow Leopard kostet für alle Besitzer des Vorgängers nur 29 Dollar, regulär 49 Dollar – Auslieferung ab September
– Mac OS 10.6 benötigt 6 GB weniger Festplattenplatz als der Vorgänger Leopard.
– Die vierte Version des Webbrowsers Safari kommt, die siebenmal (!) so schnell sein soll wie der Internet Explorer 8
– Der Email-Client Mail ist nun doppelt so schnell
– Interessant für notorische Microsoft-Nutzer: Mail, iCal und Adressbuch unterstützen nun Exchange
•  Letzter großer Schwerpunkt der diesjährigen WWDC: Das iPhone. Oder zunächst einmal: Die neue iPhone Software, das mobile Betriebssystem iPhone OS 3.0, das mehr als 100 neue Features enthalten soll – u.a.:

– Die lang ersehnte und bereits im März angekündigte „Copy&Paste“-Funktion
– MMS-Funktion für Fotos, GoogleMaps oder Kontakte
– Auch ein(e) Filmkauf- bzw. ausleih wird über über den erweiterten MovieStore nun auch mobil möglich
Fast 85 Minuten sind vorbei….kommt noch das berüchtigte „One more thing“, das neue iPhone? Blogkommenatoren und Anleger (AAPL nähert sich der 140 Dollar-Marke) werden unruhig. Stadessen werden neue Applikationen präsentiert…
– neue Spiele der Gameloft-Entwickler
– Healthcare-Applikationen für das medizinische Monitoring des iPhone-Nutzers in Eigenregie
– eine Applikation des US-Car-Sharing-Services Zipcar
– Und ein Turn-by-Turn-Navigator von TomTom, der diesen Sommer auch internationale Karten im Angebot haben soll…

… doch kommt nach exakt 100 Minuten im Moscone Center auch noch die dritte Generation des iPhones?
Zunächst zumindest das Launch-Datum der nächsten Generation des mobilen Betriebssystems iPhone OS 3.0: Alle iPhone-Nutzer der ersten beiden Versionen können es ab dem 17. Juni kostenlos herunterladen – iPodtouch-User zahlen für 9,99 Dollar.
Phil Schiller kehrt auf die Bühne zurück…und kündigt in bester Steve Jobs-Manier den Launch des iPhones 3GS an: „Introducing iPhone 3G S – ‚S‘ stands for speed…“ Das neue iPhone hat folgende – zumeist erwarteten – Features:
– Das 3G S-Modell sieht praktisch aus wie das aktuelle, ist angeblich aber bis zu dreimal schneller
– Eine 3.2 Megapixel-Kamera
– Videos können nun aufgenommen werden und auf YouTube, MobileMe geladen oder via MMS versendet werden
– Ein verbesserter Akku
– Ein digitaler Kompass
– Voice Control (Stimmerkennung), etwa zur Steuerung von iTunes

Erhältlich ist das neue iPhone 3GS in weiß und schwarz in einer 16GB und nun auch 32 GB Version für 199 bzw 299 Dollar ab dem 19. Juni – in den USA, Kanada, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und der Schweiz.
Überraschung: Aber auch das reguläre Modell soll weiter zu haben sein – nämlich für 99 Dollar.  „Wir wollen neue Kunden erschließen“, erklärt Phil Schiller den Schritt.
Eine Generalüberholung der MacBookPro-Reihe, die Vorstellung des neuen Betriebssystems Mac OS 10.6 sowie iPhone OS 3.0 und als krönender Abschluss die Präsentation der iPhone-Generation – so viele Neuerungen hat Apple im ganzen letzten Jahr nicht vorgestellt. Dennoch reagierten Börsianer wie so oft nach einer Keynote von Apple – sie verkauften die Aktie nach dem Eintreten der Neuerungen. Zur Stunde notiert Apple bei 141 Dollar – ein Minus von 3,50 Dollar oder knapp drei Prozent.

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