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Chase Carey: Murdochs neuer Platzhalter

Das monatelange Vakuum in der Führungsetage bei News Corp. ist gefüllt. Mit Chase Carey kehrt ein bewährter Fernsehmanager zum Medienkonglomerat zurück, der als Chef von Fox Television bereits eng mit Rupert Murdoch zusammengearbeitet hatte. Der große Generationswechsel scheint damit trotzdem noch nicht vom Tisch: Sowohl Sohn James, der derzeit versucht, Premiere zu sanieren, als auch Elisabeth können sich langfristig noch Hoffnungen auf das Erbe des Medienmoguls machen.

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Es war ein veritabler Schock, den Rupert Murdoch seinen Anlegern im Februar bereitet hatte:  Seinerzeit wurde bekannt, dass Chernin, seit 12 Jahren die „rechte Hand“ Murdochs, News Corp. Ende Juni verlassen würde.  Der Schlag hätte herber kaum sein können: Der Vizechef, der im letzten Jahr 28,8 Millionen US-Dollar  – und damit sogar mehr als Murdoch selbst – verdiente, galt lange Zeit als aussichtsreichster Kandidat auf die Nachfolge des Medientycoons, zumal er als COO das Tagesgeschäft mitverantwortete und in erster Linie für den Erfolg der Filmproduktionssparte Fox verantwortlich war. 

Wenige Tage vor dem Ende von Chernins Tätigkeit ist nun endlich ein Nachfolger gefunden, der ein alter Bekannter ist: Charles „Chase“ Carey hatte sich bereits in den 90er-Jahren als aufstrebender Manager des Fernsehsenders Fox verdient gemacht, den er später als CEO leitete. Zusammen mit Peter Chernin war Carey bereits von 1996 bis 2002 Co-Chief Operating Officer News Corp, ehe sich die große Karrierechance beim Satellitenbetreiber DirecTV bot, zu dem Carey 2002 wechselte.

Chase Carey als Übergangslösung?

Mit der Rückholaktion von Carey  schließt der 78-jährige Murdoch nun die Lücke im Tagesgeschäft, die Anleger im Februar mit harten Abverkäufen moniert hatten.  Eine Entscheidung um die tatsächliche Nachfolge des alternden Medienmoguls, der mit dem teuren Zukauf der Dow Jones Company  und der schwindenden Strahlkraft von MySpace  zuletzt eher unglücklich agierte, scheint damit längst noch nicht gefallen.  

Noch immer scheint Murdoch-Sohn James, der sich gegenwärtig an der Premiere-Sanierung abarbeiten muss, am Ende für die Nachfolge prädestiniert, ist mit seinen 36 Jahren indes wohl noch zu jung und unerfahren. Auch die 40-jährige Elisabeth Murdoch, die als CEO der britischen TV-Produktionsgesellschaft Shine ihre Meriten verdient, darf sich weiter Hoffnungen machen: „Man soll nie nie sagen“, erklärte sie unlängst kokett zu möglichen Nachfolgeplänen.

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