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Mai-Marktanteile: ZDF so schwach wie nie

Neue Hiobsbotschaft für das ZDF: Im Mai erreichte der Sender nur 5,4% in der Zuschauergruppe der 14- bis 49-Jährigen, fiel damit hinter kabel eins und RTL II zurück und muss den schlechtesten Monats-Marktanteil in der Geschichte des Senders verkraften. Ein Grund: Es gab im Mai keinen einzigen richtigen Quotenhit im Programm der Mainzer. Auch einen positiven Rekord gibt es zu vermelden: kabel eins verbesserte die bisherige Bestleistung von 6,0% um gleich 0,4 Prozentpunkte.

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Der Mai bei den 14- bis 49-Jährigen:

Die 6,4% hat kabel eins natürlich u.a. der „Star Trek“-Sonderprogrammierung zu verdanken, die dem Sender ein ums andere Mal Traumquoten bescherte. Mit den 6,4% schob sich kabel eins nicht nur am ZDF, sondern auch an RTL II vorbei auf Platz 6 – ebenfalls eine neue Bestleistung. Ohnehin lief der Mai für die Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe hervorragend. ProSieben gewann im Vergleich zum April 0,6 Zähler, Sat.1 immerhin 0,3 und kabel eins stolze 0,8. ProSieben erzielte damit den besten Monats-Wert seit Oktober und den besten Mai-Marktanteil seit 2001, Sat.1 sprang zum ersten Mal seit Oktober über die 11%-Marke. Marktführer bleibt trotz eines deutlichen Verlustes und dem geringsten Marktanteil seit Dezember RTL – und so sah die Sender-Top-Ten im Mai aus:

Die Top 20 der erfolgreichsten Sendungen des Monats zeigt auch, warum ProSieben und Sat.1 so deutlich zulegen konnten. ProSieben gewann den Mai mit „The Da Vinci Code“ (3,98 Mio. 14- bis 49-Jährige) und brachte zudem alle vier „Germany’s next Topmodel“-Episoden in die Top 20, Sat.1 belegt mit den Finals der Champions League und des UEFA-Cups vordere Plätze. Zudem zeigt sich die Schwäche des ZDF ganz deutlich: Das zuschauerstärkste Programm der Mainzer befindet sich nur auf Rang 237 – eine „Terra X“-Folge. Interessant ist zudem die Tatsache, dass der „Eurovision Song Contest“ (3,59 Mio.) mehr junge Zuschauer hatte als das „DSDS“-Finale (3,53 Mio.). Einzig „Die Entscheidung“ um 23.20 Uhr (3,64 Mio.) schob sich knapp vor den „Song Contest“. Trotz der deutschen Misserfolge bleibt der Wettbewerb also ein Zuschauermagnet im jungen Publikum.

Der Mai im Gesamtpublikum:

Auch insgesamt legten vor allem die ProSiebenSat.1-Sender zu – Sat.1, ProSieben und kabel eins gewannen je 0,3 Punkte. Rekorde gibt es unterdessen im Gesamtpublikum keine – weder negative, noch positive. Dennoch lief es auch hier für das ZDF nicht sonderlich gut. So liegen die Mainzer weiterhin deutlich hinter RTL auf Platz 3 und spüren nun sogar den Atem von Sat.1, das bis auf 0,8 Zähler an das ZDF herangekommen ist. Tabellenführer ist nun wieder Das Erste, das sich wegen eines geringeren Verlsusts im Vergleich zum April an RTL vorbei schob. Auch den Dritten der ARD erging es sehr gut – NDR und WDR Fernsehen gewannen je 0,2 Zähler:

Zuschauerstärkstes Programm des Monats war der „Tatort“ vom 3. Mai – eine Folge mit dem Kieler Ermittler Borowski. Der Krimi war mit 8,11 Mio. Sehern sogar die einzige Sendung, die im Mai mehr als 8 Mio. Zuschauer zum einschalten bewegen konnte. Dahinter folgen das Promi-Special von „Wer wird Millionär?“ und eine „Um Himmels Willen“-Episode. Außerdem befindet sich jede Menge Fußball auf den vorderen Plätzen und auch der „Eurovision Song Contest“ hat es in die Top Ten geschafft – im Gegensatz übrigens zum ZDF, das sich mit seinem erfolgreichsten Format erst auf Rang 37 findet. Erstaunlich war am 21. Mai der Erfolg der Münsteraner „Tatort“-Wiederholung im WDR Fernsehen – 2,69 Mio. hievten den Marktanteil dort auf 9,2% und die Sendung auf einen sehr guten Platz 432.

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