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n-tv räumt seine News-Plattform auf

Das Nachrichtenportal n-tv präsentiert sich im neuen Gewand. Dabei setzt man im Hause der RTL-Tochter auf eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit der getrennten Online- und TV-Redaktionen. Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum wollte der Nachrichtensender die Website sowohl im Design als auch technisch auf den neuesten Stand bringen, ohne seine Stammleser zu verwirren. Tatsächlich ist es den Machern gelungen, die Homepage dezent, aber nachhaltig zu verbessern.

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Zunächst fällt auf, dass die Website deutlich heller und freundlicher gestaltet ist. Weiterhin dominieren Grau- und Rot-Töne, die optische Veränderung ist daher dezent umgesetzt worden. Ebenfalls sofort ins Auge sticht die neue Anordnung des redaktionellen Angebots. Die Topmeldungen sind mit großformatigen Fotos aufgemacht und bieten sofort einen guten Überblick über die wichtigsten Themen des Tages. Geschäftsführer Hans Demmel erklärt hierzu gegenüber DWDL.de: „Es gibt immer diese scheinbar allgemeingültige Meinung, dass sich der User im Internet alles selber zusammen sucht.“ Vielmehr sei innerhalb eines Webangebots eine klare Orientierung gewünscht.

In Sachen crossmediale Synergieeffekte scheint bei der RTL-Tochter auch alles beim Alten zu bleiben. Entgegen des allgemeinen Trends, Webredaktionen stärker in die Kernredaktionen zu integrieren, bleiben Web und TV als zwei unabhängige Redaktionen bestehen, d.h. das Webportal wird weiterhin von der Nachrichtenmanufaktur GmbH produziert. Für Demel ist es gerade der Trend zum Video im Web, der n-tv einen Vorteil verschaffe. „Wir müssen nicht mehr lernen, wie man kurze Beiträge gut produziert. So arrogant bin ich mal“, gibt sich der Geschäftsführer selbstbewusst.

Das Bewegtbild-Angebot enthält neben zahlreichen Videos zum Tagesgeschehen auch das TV-Programm als Live-Stream, den Teletext sowie eine Programmübersicht des Senders. Der Player, über den man zu den bewegten Bildern gelangt, ist prominent oben rechts auf der Website platziert.

Das Konzept für den Relaunch wurde mit Grafikern und Online-Redakteuren aus dem eigenen Haus umgesetzt. Zudem soll ein neues Content Management System die Bestückung der Seite vereinfachen. Hierzu konnte man den norwegischen Dienstleister Escenic gewinnen, der in Deutschland bereits Axel Springer zu seinen Kunden zählt.

Bei n-tv.de erhofft man sich von dem verbesserten Internetauftritt einen Anstieg der Userzahlen. „Wir wollen neue Nutzer gewinnen und sie zu unseren Stammkunden machen“, erklärte n-tv-COO Julian Weiss gegenüber dem Branchendienst Kress.de. Momentan kommt die RTL-Tochter laut AGOF auf 1,2 Millionen Unique User. Damit liegt man zwar nur auf Platz 76 der AGOF-Liste, kann aber deutlich mehr Visitors vorweisen als der große Konkurrent im TV N24. Der Sender aus dem ProSiebenSat.1-Verbund kam zuletzt nämlich nur auf durchschnittlich 680.000 Unique User.

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