Weblin-Mutter Zweitgeist ist insolvent

Jetzt ist es amtlich: Am 5. Mai 2009 hat das Weblin-Mutter-Unternehmen, Zweitgeist GmbH, beim Amtsgericht Hamburg einen Insolvenz-Antrag gestellt. Auch ein Insolvenzverwalter ist bereits bestellt. Damit scheint auch das Schicksal der erfolgreichen 3-D-Community besiegelt zu sein. Wie es in den nächsten Monaten mit der Avatar-Plattform und ihren über zwei Millionen Mitgliedern weitergeht, ist noch unklar. Weblin und Zweitgeist sind aktuell zu keiner Stellungnahme zu erreichen.

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Bereits seit Monaten kämpfte das Unternehmen um sein Überleben. So mussten die Hamburger bereits Anfang Februar sieben ihrer damals 25 Mitarbeiter entlassen. Web-Gerüchten zufolge wurde die  Umstrukturierungen nötig, weil die nächste Finanzierungsrunde geplatzt sein sollte.

Damals erwischte der finanzielle Engpass das Start-up mitten in seiner erfolgreichsten Wachtumsphase. Innerhalb von eineinhalb Jahren steigerten die Hamburger ihr Nutzer von gerade einmal 100.000 auf über zwei Millionen. Als Erinnerung an bessere Zeiten, trägt das letzte Posting (vom 16. Januar) im Firmen-Blognoch die Überschrift: „Die 2 Million sind gekanckt“.

Das Start-up beschreibt sein Angebot wie folgt: „Weblin ist eine Mischung aus Second Life und Instant Messenger. Oder eine offene virtuelle Welt, die auf jeder Internetseite sichtbar wird. Du denkst du bist alleine, auf der Webseite, die du gerade besuchst? Dann probier Weblin aus und schau, wie lebendig das Internet ist.“
Wie es mit der 3-D-Community und den Avataren weitergeht, ist im Moment unklar.

Geschäftsführerin Christine Stumpf: Sind Zweitgeist und ihre 3-D-Community Weblin.de am Ende?

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