Kommunikation 2.0: Was ist Social Media?

Es ist das Buzzword der Web 2.0-Generation - Social Media. Überall "socialt" es in diesen Tagen: Auf dem Mikroblogging-Kanal Twitter, der Foto-Community Flickr oder natürlich auf dem größten sozialen Netzwerk der Welt, Facebook. Doch was macht Social Media nun tatsächlich aus? MEEDIA hat sich auf eine Definitionssuche gemacht – und dabei festgestellt, dass die Kommunkationsbranche ihr Trendthema selbst sehr unterschiedlich definiert.

Anzeige

Die Idee ist so alt wie das WWW: Vernetzung, so weit die Modem-Verbindungen reichen – das ist das Internet. Fünf Jahre ist es her, dass dank immer schnelleren DSL-Verbindungen eine zweite Welle das Web erreichte: Fotos und Videos konnten leichter miteinander getauscht werden, die Bereitschaft zur Vernetzung mit Freunden, Bekannten oder auch Fremden nahm schlagartig zu – das Web 2.0 war geboren.
 
Träger dieser Entwicklung waren soziale Netzwerke wie Facebook, in denen sich Menschen in bemerkenswerter Weise plötzlich sehr öffentlich miteinander mitteilten: „Vor dreieinhalb Jahren war es nicht einmal üblich, den echten Vor- und Nachnamen online zu benutzen. Doch die Leute wollten sich mitteilen, und mehr als 25 Prozent hinterlegten sogar ungefragt ihre Handynummern“, wunderte sich Facebook-Gründer Mark Zuckerberg schon 2007. Inzwischen sind selbst Echtzeit-Mitteilungen über die Änderungen des Beziehungsstatus üblich.

Kommunikation 2.0: Die Interaktion wird öffentlich – und damit sozial

Doch nicht nur in Facebook zeigt vor allem die jüngere Internet-Generation ihre soziale Seite – auch über den Mikroblogging-Kanal Twitter menschelt es in vor Jahren nicht für möglich gehaltener Weise. Chefredakteure großer Wirtschaftsmagazine oder Tageszeitungen teilen plötzlich auf 140 Zeichen private Vorlieben – von Essensgewohnheiten bis zur Fußballleidenschaft – mit, die noch vor  Jahren undenkbar schienen.

Keine Frage: Durch die verschiedenen Kommunikationskanäle des Internets ist die Interaktion miteinander dichter und menschlicher – mit einem Wort: sozialer geworden. Doch was macht das Buzzword der Branche, Social Media, das derzeit von praktisch jedem Berater der Kommunikationsbranche  – oft genug arglos und unwissend – in den Mund genommen wird, nun aus?

Social Media: Ein Begriff – viele Definitionen  

Überraschenderweise könnte das Definitions-Angebot kaum größer ausfallen: „Social Media ist das Synonym für den Drang zur digitalen Selbstinszenierung unserer Zeit in einem konvergierenden Supermedium“,  findet etwa Mike Schnoor, Unternehmenssprecher der deutschen Videosharing-Community Sevenload. Der Social Media-Berater Sebastian Voss findet: „Social Media heißt für mich: Das aktive Mitgestalten der öffentlichen Meinung mit den modernen Methoden des Internets; ohne Filter, Begrenzungen oder Zensierung.

Und PR-Blogger Klaus Eck präzisiert: „Social Media steht für die notwendige Rückbesinnung auf den Menschen mit all seinen Kommunikationsbedürfnissen und damit gleichermaßen für den Abschied von der kalten, eindimensionalen Website.“

Kommunikationsprozesse zwischen Individuen über verschiedene Plattformen des Internets

So individuell die Akzentuierung des Modeworts ist, so übereinstimmend erscheint doch folgende Erkenntnis: Social Media bezeichnet interaktive Kommunikationsprozesse zwischen Individuen, die über verschiedene Plattformen des Internets ermöglicht werden.   

Vielleicht hilft am Ende auch die Erkenntnis, die David Nelles von ethority auf den Punkt bringt: „Social Media ist keinesfalls eine neue Idee. Social Media ist vielmehr die logische Fortsetzung grundsätzlicher sozialer Bedürfnisse von Menschen „, so der Sprecher des Hamburger Anbieters für Social Media Analyse & Strategie. Klar ist: Kommunikation bleibt Kommunikation – nur um eine multimediale Echtzeit-Verstärker erweitert. Eben: Kommunikation 2.0   

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige