Jüngstes Gerücht: Apple kauft Twitter

So sieht Speed-Dating im Valley aus: Nach Facebook, Microsoft und Google ist jetzt Apple als möglicher Käufer des Microblogging-Dienstes Twitter im Gespräch. Das Gerücht streute am frühen Dienstagmorgen Michael Arrington via TechCrunch. Laut Arrington stünden die beiden Unternehmen in ernsthaften Verhandlungen, von einem Kaufpreis von über 700 Millionen Dollar ist die Rede. Ein Termin für die Bekanntgabe des Mega-Deals ist auch genannt worden: die Eröffnung der Worldwide Developers Conference am 8. Juni.

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Gleichzeitig berichtet auch das New Yorker Medienblog Gawker von dem Übernahmegerücht. Die Insider-Infos will Gawker von einem Apple-Mitarbeiter haben, der tief in der „Dealmaker“-Szene des Silicon Valleys drinsteckt. Die Twitter-Gründer Biz Stone und Evan Williams hatten vor kurzem erst ein 500 Millionen Dollar schweres Übernahmeangebot von Facebook abgeblockt. Der Grund dafür: Der Übernahmepreis sollte nicht nur in Bargeld, sondern auch in Aktien ausgezahlt werden. Bei einem Unternehmen wie Facebook, dessen Aktienwerk durch die problematische Vermarktung des Netzwerks jederzeit ins Rutschen geraten könnte, machten Stone und Williams da lieber einen Rückzieher. Das Angebot von Apple über 700 Millionen Dollar soll dagegen komplett bar bezahlt werden. Und genau deshalb könnten die Twitter-Jungs laut Gakwer jetzt auch schwach werden. Wenn es denn ein Angebot gibt.

Während Gawker das Ganze also für möglich hält, sieht Arrington die Sache skeptischer. Er habe mit weiteren Apple-Insidern gesprochen, keiner von ihnen wüsste etwas von Verhandlungen mit Twitter. Bei dem Star-Blogger überwiegt ohnehin das Gefühl, die beiden Twitter-Gründer würden derzeit einfach nicht verkaufen wollen – zu keinem Preis. Basta.

Doch auch der eigensinnigste Gründer ist zum Verkauf seines „Babys“ bereit – wenn der Preis stimmt. Das hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt. Was in der Vergangenheit allerdings auch immer wieder klar wurde: bislang hatte Apple wenig Neigung, den Hypes hinterherzulaufen. Stattdessen setzt das Unternehmen lieber Trends. Weshalb sollte Apple also diesen Preis für Twitter zahlen wollen? Etwa, um sein iPhone aufzuhübschen – und den kostenpflichtigen Dienst MobileMe, der Daten zwischen Rechner, Handy und iPod  synchronisiert.

Ob nun etwas an dem Gerücht dran ist oder nicht: Twitter macht mal wieder Schlagzeilen, wie so oft in den vergangenen Wochen.

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