Riesen-Kindle soll die Zeitung retten

Zeitungs-Verleger in den USA sehen einen neuen Hoffnungsschimmer für ihre krisengebeutelte Branche: Laut der "New York Times" soll Amazon noch in dieser Woche einen neuen Kindle mit größerem Bildschirm vorstellen, der für das Lesen von Zeitungen und Magazinen optimiert ist. Die Meldung nährt Hoffnungen bei US-Verlagen, doch noch am bewährten Geschäftsmodell "Abos plus Anzeigen" festhalten zu können. Bereits für den normalen Kindle bietet Amazon kostenpflichtige Abos für über 58 Zeitungen und Zeitschriften an.

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Zeitungs-Verleger in den USA sehen einen neuen Hoffnungsschimmer für ihre krisengebeutelte Branche: Laut der „New York Times“ soll Amazon noch in dieser Woche einen neuen Kindle mit größerem Bildschirm vorstellen, der für das Lesen von Zeitungen und Magazinen optimiert ist. Die Meldung nährt Hoffnungen bei US-Verlagen doch noch am bewährten Geschäftsmodell „Abos plus Anzeigen“ festhalten zu können. Bereits für den normalen Kindle bietet Amazon kostenpflichtige Abos für über 58 Zeitungen und Zeitschriften an.

Denn während im Internet die Gratis-Mentalität unumkehrbar scheint, könnten Zeitungs- oder Zeitschriftenabos für elektronische Lesegräte wie den Kindle vielleicht funktionieren. Ein Kindle-Abo des „Wall Street Journal“ kostet 9,99 Dollar pro Monat, ein Kindle-Abo der „New York Times“ sogar 13,99 Dollar pro Monat. Wieviele Kunden für die Zeitungsabos via Kindle zahlen, gibt Amazon freilich nicht bekannt.

Einmal pro Tag werden die kompletten Zeitungs-Ausgaben über das Kindle-Funknetz auf die Lesegeräte der Abonnenten übertragen. Verglichen mit den Möglichkeiten, die das normale Internet bietet, wirkt das anachronistisch. Wieso sollen Leser für eine Aktualisierung einmal pro Tag zahlen? Und dann bietet der Kindle noch nicht einmal hoch auflösende Farbgrafiken. Sollte sich das aber ändern, könnten Geräte wie der Kindle tatsächlich zu eine attraktiven Mischform aus Online-Lesegerät und Papier werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das digitale Gerät spart dem Verlag Druck- und Vertriebskosten in immenser Höhe. Der Leser spart sich den Gang ans Kiosk und könnte drahtlos auf permanent aktualisierte Inhalte zugreifen. Lesegeräte wie der Kindle sind Dank des E-Ink-Bildschirm augenfreundlicher und batterieschonend. Man kann mit ihnen lange entspannt lesen, ohne Akkus aufladen zu müssen.

Verlage wittern hier die Chance, Inhalte auf einem dritten Weg, abseits klassischer Internet oder Papier-Pfade zu verkaufen und so digitale Bezahl-Inhalte abseits des Internet zu etablieren. Ob das funktioniert, hängt stark von der Technik und von den Inhalte-Paketen ab, die die Verlage zusammenstellen werden. Beides muss schon verdammt gut sein, um gegen die kostenlose Konkurrenz aus dem Internet zu bestehen. Laut „New York Times“ soll der neuen Riesen-Kindle schon in dieser Woche vorgestellt werden. Man darf gespannt sein.

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