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TimeWarner: Solide Bilanz im ersten Quartal

Showdown in der Medienbranche: TimeWarner hat heute als erstes großes US-Medienunternehmen sein Zahlenwerk für das abgelaufene erste Quartal vorgelegt. Zwar musste der US-Traditionskonzern der Krise Tribut zollen, doch der Gewinnrückgang fiel mit nur 14 Prozent deutlich besser aus als von Analysten erwartet. Der Ausblick fürs Gesamtjahr wurde zudem bekräftig. Sorgen bereitet allerdings weiter die kriselnde Online-Tochter AOL, deren Umsätze und Gewinne massiv einbrachen.

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Nach 771 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum verdiente das 1989 aus der Fusion zwischen Time Inc. und Warner Brothers entstandene Medienkonglomerat nunmehr im ersten Quartal 661 Millionen Dollar. Das entsprach einem Gewinn je Aktie von 45 Cent. Im Vorjahreszeittraum hatte sich der Gewinn auf 48 Cent belaufen. Analysten  hatten indes nur mit 38 Cent je Aktie gerechnet.

Auch die Erlöse entwickelten sich besser als die Konsensschätzungen der von Thomson Reuters befragten Analysten, die noch von Erlösen in Höhe 6,78 Milliarden Dollar ausgegangen waren. Tatsächlich jedoch setzte TimeWarner zwischen Januar und Ende März 6,95 Milliarden Dollar um. Wichtiger noch: Das US-Unternehmen bestätigte seinen Ausblick für das Gesamtjahr mit einem erwarteten Gewinn von 1,98 Dollar je Anteilsschein.

Werbekrise: AOL mit herbem Gewinnrückeinbruch

Entsprechend fiel dann auch die Reaktion der Wall Street aus: Die Time Warner-Aktie legte zu Handelsstart um mehr als 7 Prozent zu und notiert nun bei rund 23 Dollar. Anleger verziehen dem kriselnden Medienriesen dabei auch die umso enttäuschender ausgefallenen Quartalsergebnisse der Internet-Tochter AOL.

Sowohl die Gewinne als auch die Umsätze gingen zweistellig zurück: Die Umsätze brachen um 23 Prozent auf 867 Millionen Dollar ein, die aus einem Abonnentenrückgang von  27 Prozent und einem Minus von 20 Prozent der Anzeigen-Erlöse resultieren.

Der Gewinn brach um 37 Prozent auf  150 Millionen Dollar ein. Das schwache Ergebnis war allerdings erwartet worden: Erst vor sechs Wochen hatte TimeWarner mit Tim Armstrong für seine Online-Tochter einen neuen CEO vorgestellt, der offenbar eine Konzern-Abspaltung per Börsengang vorantreiben soll.

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