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Spox: Die Hintergründe des Premiere-Deals

Gestern wurde bekannt: Premiere verkauft seine 44-prozentige Beteiligung an Spox.com. Soweit die Meldung. Die Hintergrundstory lautet: "Nicht Premier hat verkauft, sondern wir Gründer sind auf Premiere zugegangen und haben Cresces und den Pay-TV-Sender zusammengebracht", sagt Spox-Gründer und Geschäftsführer Manuel Lopez gegenüber MEEDIA. Durch die Unterstützung des neuen Finanzinvestors will Spox seine Marktposition massiv ausbauen und möglicherweise sogar einen Konkurrenten übernehmen.

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Den Gründern war schon länger klar, dass man zur Sicherheit selbst die Initiative ergreifen sollte. Denn die aktuelle Firmenpolitik von Premiere lautet eindeutig: Konzentration auf das Kerngeschäft. Also nahm Spox das Heft des Handelns selbst in die Hand und suchte sich einen neuen Investor. „Für uns war immer klar, dass Spox.com eine Zukunft ohne Premiere hat. Premiere bleibt uns aber als sehr enger Partner erhalten. Dazu haben wir langfristige Verträge abgeschlossen,“ sagt Lopez.

Zumindest bis zur Fußball-WM in Südafrika versorgt die Spox-Redaktion den Pay-TV-Sender weiterhin mit Content. Branchen-Gerüchten zurfolge, plant Premiere den Aufbau eines eigenen Sport-Portals unter der Adresse Skysport.de. In Italien und England betreibt die Murdoch-Tochter bereits neben einem Bezahlsenders, auch ein eigenes Web-Angebot. Für  den Neuling könnte die erfahrene Münchner Redaktion Texte, Bilder und Grafiken liefern.

Passend dazu erklärt Lopez: „Wir suchen erst einmal weitere Partner für Content-Syndication-Projekte. Aber auch Zukäufe aus dem Sport-Portal-Bereich kann ich nicht ausschließen. In einem dritten Schritt können wir dann sogar über weitere Diversifikationen nachdenken.“ Einen agressiven Kurs, den der neue Investor Cresces mitträgt, wie Geschäftsführer Florian H.W. Schmidt bestätigt: „Ziel unserer Beteiligung ist das Potential der Spox Media GmbH optimal auszuschöpfen und das Unternehmen im Rahmen eines langfristigen unternehmerischen Ansatzes nachhaltig zu unterstützen.“

Von diesen ehrgeizigen Plänen profitiert auch die Redaktion. Gerüchten, dass der neue Investor mit einer kleineren Mannschaft arbeiten will widerspricht Lopez mit aller Vehemenz: „Bei Spox ändert sich erst einmal gar nicht. Die Redaktion wird nicht verkleinert, sondern eher vergrößert.“

Im Bereich der Besucherentwicklung macht die Redaktion um Chefredakteur Alexander Marx auch einen guten Job. Laut Google-Ad-Planer steigerte Spox.com zwischen Januar und Februar seine Besucherzahlen um 9,3 Prozent auf 470.000 Unique Visitors. Die Konkurrenz von Sportal.de oder Sport1.de kommt auf 510.000 Unique Visitors beziehungsweise 1,6 Millionen Unique Visitors.

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